Eine schimpfende Greisin im Rollstuhl, der das Garnknäuel runtergefallen ist, hat mehr toxische Männlichkeit an sich, als ein Kerl der Whiskey trinkend, Zigarrenrauchend der Trompete von Chet Baker lauscht, und dabei das Schwinden des Lichts am Horizont betrachtet.
Das Sprüchemuseum (174)
«Elfriede Jelinek und Olga Neuwirth planen Trump-Oper.»
DerStandard
Wir sagen: Welch großartige Idee! Endlich kommt ein zu Unrecht von der Weltöffentlichkeit Vergessener zu verdienten Ehren. Man hört ja sonst nichts von ihm.
Ich hoffe, das Vorhaben wird großzügig vom Steuerzahler als Subventionsgeber unterstützt.
Oder in anderen Worten: Endlich san auch mia völlig Balabalabala.
Ich hege die Vermutung
Nachdem in Villach ein syrischer Chauffeuer mit seinem Auto einen ebenfalls syrischen Killer, der bereits einen Jungen erstochen hatte, angefahren und damit Schlimmeres verhinderte, geschah folgendes: Der Mann wurde als Held gefeiert, die Presse rauschte an, das TV, Interviews en masse, und alles mit vollständigem Namen und Bildern.
Nun, der Mann ist tatsächlich das, was man einen Helden nennt. Er wird verehrt, aber was noch wesentlicher ist, er wird bedroht. Mit dem Tod. Und zwar von Syrern.
Es sind diese „Refugees are welcome“-Syrer, die in Österreich Aufnahme fanden, die nun einen der ihren bedrohen, weil er einen syrischen Islamisten daran gehindert hatte, noch mehr zu töten.
Und nein, man ist kein Hetzer, und noch weniger ein Nazi, wenn man daraus den Schluss zieht, dass diese syrischen Bedroher des Helden, islamistische Attentate gutheißen, und somit Gefährder sind.
Wenn der Staat, der das Gewaltmonopol für sich reklamiert, und somit für unsere Sicherheit zuständig ist, seinen Job machen würde, dann gäbs zumindest einen schnellen Flug nach Bagdad.
Aber ich hege die Vermutung, dass der einzige, der nun nach Syrien flüchten muss, der Held ist, da er und seine Familie in Österreich nicht mehr sicher sind.
Das Sprüchemuseum (173)
«Koalition der Freunde der Demokratie“
H. RAUSCHER (Der Standard)
Wir sagen: Nichts. Nichts mehr.
„STERN“ goes Theater (2)
Noch einmal gibt es gleich zweimal die Gelegenheit meinen Roman „Stern“ in einer absolut gelungenen Dramatisierung auf der Kellerbühne St. Gallen zu sehen.
Ich verspreche einen kurzweiligen Theaterabend, der auch nicht Erkenntnisfrei bleiben muss. Also, es gibt alles, was von einem Theaterbesuch zu erwaten ist. Und zwar am:
SO 16. Feb. 2025
MO 17. Feb. 2025
Genauers unter diesem Link:
https://www.kellerbuehne.ch/sites/details.php?ID=2036
Gehet alle hin, und habt einen spritzig-schönen Abend.
Mit Barbetrieb.
Hasspflicht
Natrülich sind alle selbsternannten „Anständigen“ gegen Hass. Außer, es geht um die CDU und Friedrich Merz: „Ganz Berlin hasst die CDU!“
Soviel Hass, muss dann doch sein, es reicht ja, wenn man Gegenredner und andere Meinungsträger des Hasses zeihen kann, denn der Hass des „Anständigen“ ist ein gerechter und guter Hass.
Und dazu gehört auch, dass man 1933 heraufdämmern sieht, für das „Rächds“, oder gar die Faschisten der CDU die Verantwortung tragen, während ein Straßenzug weiter die Hamas-Fans und Islamisten ihrem Judenhass freien Lauf lassen und aufforden alle Juden zu töten. In Deuschland.
Aber das ficht die meisten „Anständigen“ nicht an. Und die, die es vielleicht nicht so gut finden, sind wohlweislich still, denn es droht Teamauschluss, oder eine Islamistenfaust-und oder das Messer.
„Brandmäuerchen»
„Die Brandmauer“ und die „Anständigen“ in Germany, die nun zu hunderttausenden sich „an den Händen halten“ CDU-Büros belagern, all diese „Antifas“ haben nicht das Geringste dagegen, wenn 2000 Islamisten antisemitische Parolen brüllend und das Kalifat ausrufend durch Berlin ziehen.
Zumindest einen Grund dafür kenne ich: Weil diese Brandmäuerchen zutiefst feige sind, weil sie wissen, dass diese Islamisten es nicht bei Worten belassen würden, wenn man sie so angehen, wie gerade die CDU.
Da kann ihnen auch nichts passieren, wenn sie SA-mäßig die Büros der CDU stürmen. Da können sie dann ihr Mikro-Mütchen kühlen.
Ekelhaft!
Schätze, diese „Anständigen“ würden auch nichts dagegen haben, wenn Putin mit seinen Truppen in Berlin einmarschiert, wenn er nur verspräche bald das „gendern“ zu lernen. Nein, vermutlich reicht ihnen einfach, dass er gekommen ist …
Sauerteig-Nazi
Im „Dschungelcamp“, das für mich seit Jahren das einzig sehesnwerte TV-Dings ist, wurde gestern, für viele überraschend, die vermutlich klügste Teilnehmerin herausgewählt. Ich kann es mir nur so erklären, das sie etwas gesagt hat, was heute gar nicht mehr geht. Sie hat gesagt (sinngemäß), dass sie über Dinge, von denen sie zu wenig versteht, keine Meinung absondert.
Nun ja, das geht gar nicht. Damit steht man völlig im Abseits. Das ist vielleicht schlimmer, als die Erwähnung des Trump-Namens, ohne gleich so zu tun, als müsse man kotzen. Einer wagte zu sagen, dass ihn das „Fight, fight, fight“ von Trump, nachdem er angeschossen wurde, imponiert hat, was wiederum eine Dschungel-Mutti auf den Plan rief, die ihm höchst empört zu verstehen gab, dass ihre Kinder das auch sehen, und dass das gar nicht gehe, so ein Trump-dings-bums.
Wenn man Mutti gefragt hätte, ob sie für Demokratie ist, hätte sie gesagt: Natürlich. Und für Meinungsfreiheit? Sicher. Aber halt nur richtige Meinungen, und die richtige Demokratie, jene, die Muttis Kindern keinen Schaden zufügen.
In Anlehnung an Methusalix Ausspruch: „Ich hab nix gegen Fremde. Viele meiner Freunde sind Fremde. Aber dieser Fremde ist nicht von hier!“
„Ich hab nix gegen andere Meinungen. Viele meiner Freunde haben andere. Aber diese Meinung schadet meinen Kindern.»
Aber so wie bei Mutti ist es halt auch in der Politik. Oder wie das der Wiener Kaberettist Lukas Resetarits in einem frühen Sketch einen „Tschuschen“ zu einem „Tirk“ sagen ließ: „Imma spreggta, nix waasta!“
Gefühle reichen. Und die Gefühle von deutschen Muttis sind Axiome. Was brauch ma da noch andere Meinungen und Demokratie?
Nun, ich sollte es der klugen Dschungelcamperin gleich tun, und meinen Mund halten.
Tu ich jetzt. Und geh meinen „Sauerteig führen». Ich bin eben ein Nazi. Ein Sauerteig-Nazi …
Sag was!
SAG WAS!
„Sag was!“, sagt die Stimme. „Schreib was. Du bist doch Autor.“
„Zumindest manchmal, ja“, antworte ich.
„Was soll das jetzt heißen?“
„Soll heißen, zur Zeit nicht so.“
„Versteh ich nicht.“
„Okay, über was soll ich denn schreiben?“
„Im Ernst? Das fragst du?“
„Ja, ich weiß, ich weiß. Es war noch nie soviel los, über das man schreiben könnte …“
„So ist es“, schnitt die Stimme scharf in meinen Geist. „So ist es. Da hätten wir den Trump in USA, den Kickl vor Ort, da wär der nahe Osten, Israel und die Hamas-Fans hierzulande, islamistische Gewalt und Terror, die abfuckende Wirtschaft in Germany und bald auch hier, der Niedergang eines feige zitternden Europas. Nicht zu vergessen den verbrecherischen Krieg der Russen gegen die Ukraine und auch Westeuropa. – Muss ich weiter machen? Weiter aufzählen?“
„Ich denke es reicht.“
„Und?“
„Und was?“
„Und du schweigst dazu?“
„Sieht so aus.“
„Ich tu jetzt mal naiv und frage: Warum?“
„Ist einerseits zu früh, um was zu sagen, und andererseits bereits zu spät, und sowieso ist doch alles schon gesagt …“
„… ich weiß, ich weiß. „Es ist schon alles gesagt, aber noch nicht von allen. – Karl Valentin.“
„So ist es.“ Ich wurde etwas mutiger.
„Aber es geht doch darum, sich zu positionieren, Stellung zu beziehen.“
„Tut es das?“
„Dir fehlt doch einfach die Courage …“
„Gegenfrage: Welches Risiko würde ich eingehen, wenn ich „Stellung beziehen würde“? Das ist doch gleich null.“
„Und weil es „gleich null ist“ wie du sagst, – ohne Risiko – kann man’s auch bleiben lassen. Ist das richtig?“
„Im Prinzip ja. Und die Meinungen und Stellungsnahmen schwirren ja nur so herum. Wie Wespen, deren Nest gestört wurde …“
„Keine Tiervergleiche, bitte.“
„… und die nun versuchen den Störefried zu stechen und zu vertreiben.“
Ich fand, dass ich schon ziemlich mutig widersprach.
„Also, du bleibst dabei: Du wirst dich nicht äußern, nichts schreiben, keine Stellung beziehen?“
„Stellung, zu was genau?“
„Das fragst du noch?! Natürlich zu Trump. Zu Kickl. Zur Ukraine. Zu Nahost. Zum Klimawandel. Zu E-Autos. Zur ÖVP. SPÖ. Zur Deutschland-Wahl. Zu Meloni und Macron. Zum deutschen Buchpreis. Zu Jelinek und Burgtheater. Zur Literaturszene. Buchhandlungssterben. Overtourism. Lastenfahrräder und Bobos. Zu den Grünen und den Neos. Zum Rauchverbot im Freien. Zur Überregulierung des Staates. Veganismus und DEI. Zu LGBTQ+ und Transfrauen. Zu queerem Sex und alten weißen Männern. Zum globalen Süden und Gaza. Dem Palästinenserproblem und Israels Siedlungspolitik. Zum Rücktritt von Kardinal Schönborn und illegaler Migration. Zum Zuckerkonsum und Diabetes von Kindern …
„Stopp jetzt!“
„Dazu willst du also nichts sagen?“
„Doch, will ich.“
„Ich höre …“
„Ich muss mich jetzt ganz dringend um den Sauerteig kümmern. Der braucht neues Futter.“
„Ah, geh …! Schäm dich!“
Ich gehe. Zu meinem hungrigen Sauerteig. Ich schäme mich. Ein wenig. Ein kleines bisschen. Ach was, ich schäme mich überhaupt nicht …
Das Sprüchemuseum (172)
«Wie US-Podcaster junge Männer zu Trump getrieben haben.“
Headline von „DerStandard“
Wir sagen: Das ist echt shocking! Sie wurden „getrieben“, diese Armen. Mit was wurden sie getrieben? Mit Stockschlägen, Hundemeuten, elektrischen Viehtreibern und Peitschen?
Verdammte Demokratie, die noch immer das freie Wort für Männer erlaubt. Das sollte mal geändert werden. Ganz dringend.
