Ich habe mich immer wieder mal gefragt, und tue es heute mehr denn je, was eigentlich Schauspieler tun, wenn sie gerade kein Engagement haben.
Da ich einige einige Jahre für Theater und Film gearbeitet habe (Technik), kannte ich zwangsläufig einige Schauspieler. Viele davon hatten sehr wenige Engagements, und somit keine Einkünfte, und waren auf Arbeitslose und Sozialhilfe angewiesen.
Einige trafen sich am Naschmarkt, im Beisl, um dort zu tun, was man gemeinhin in Wiener Beisln tut.
Auch bekannte, berühmte, mit Preisen ausgezeichnete Actors, haben nicht immer Jobs. Manche über längere Zeit. Was tun sie, in dieser Zeit, die ihnen keine Gelegenheit gibt, das zu tun, was sie glauben gut zu können, und wozu sie berufen sind? Viele sind reich, und leben ein fuckin luxury life, auf ihren Ranches, Anwesen usw.
Und bei einigen von ihnen entsteht in dieser Zeit offenbar eine Art Vakuum in der Hirnschale, eine Leere, die sie durch ihre oft genuine Dummheit für Geist halten, die sie, nach eigenem Dafürhalten zu Intellektuellen macht. Und weil sie berühmt sind, von Ja-sagern umgeben, und weil sie reich und gelangweilt sind, glauben sie, dass sie sich kraft ihrer Bekanntheit „politisch engagieren“ müssen.
Mit Vorliebe natürlich für die „Unterdrückten und Verfolgten dieser Welt“.
Dass man bei solchem Engagement durchaus auf tiefere Einsichten und Fakten verzichten kann, und einfach einem „Gefühl“ nachgeben darf – zum Beispiel Antisemitismus – haben eben gerade wieder ein paar Hohlköpfe aus der Zunft bewiesen. Z.B. Tilda Swinton, Javier Bardem, Mike Leigh, Nan Goldin et alii, und zusammen mit ein paar anderen Wapplern einen Brief verfasst, der verlangt, dass sich die „Berlinale dezidiert gegen den israelischen Völkermord in Gaza wendet“.
Sie sind alle so entsetzt darüber.
Ich kann mich nicht erinnern, dass sie sich auch entsetzt gezeigt haben, als am 7.Okt. 2023 hunderte Israelis von der Hamas auf bestialische Weise massakriert wurden. Ebenso habe ich kein Entsetzen verortet, als das Terrorregime im Iran tausende Landsleute umbrachte. Nichts zum Ukrainekrieg. NIchts zu Somalia. Und so weiter und so fort.
Und ich weiß auch wieso: Entsetzen ist nur geil wenn Israel dabei ist. Sonst isses eher Wurscht.
Boykottiert die antisemitischen Boykotteure.
Das Sprüchemuseum (181)
«Wolf brachte Karnevalszug im deutschen Leverkusen zum Stoppen.“
SCHLAGZEILE diverser Medien
Wir sagen: Wir sind keine erklärten Freunde des Wolfs in unserer Umgebung, aber in diesem Fall können wir den Schreck des Wolfs, der eines Karnevalszugs ansichtug werden könnte, sehr gut nachvollziehen. Armer Kerl. Uns würds genauso ergehen …
Eklig
Ich weiß auch nicht, was gerade passiert, aber als ich gestern einen kurzen Bericht über die Grammy-Verleihung gesehen habe, in dem praktisch nackte, und/oder bis zum- geht-nicht-mehr aufgeziegelte Superstars kein anderes Thema als ICE in Minnesota kannten, und alle sich natürlich „solidarisch“ mit den Migranten erklärten, stieg leichter Ekel in mir auf.
An was es lag? Ich bin mir nicht sicher. Kann sein, dass diese Leute mit den Migranten soviel zu tun haben wie ein nackter, masturbierender Saunabesucher, der sich für die drei Nonnen in die Bresche wirft, die nicht aus dem Kloster ausziehen wollen.
Oder ist einfach die Obszönität dieses zur Schau gestellte Reichtums nicht mehr zu ertragen? Fehlte nur noch die Minnesota-Kitsch-Hymne von the „Boss“.
Vielleicht kam die ja noch, aber ich hab das Ding ausgeknipst. Gesundheit geht vor …
