Die Milliarden fehlen noch
auch bin ich (noch) nicht der
reichste Mann der Welt
und ebenso reise ich nicht mit 20 Sorten
Drogen im Gepäck
noch hat mir mein Sohn oder meine Tochter
ein blaues Auge verpasst:
Aber eine Kettensäge kann ich bedienen
nicht nur auf Dope und auf der Bühne
mit diesem Präsi
Auch hample ich weniger herum und
ginse dabei wie Rumpelstilzchen auf Ketamin
Auch ein angedeuteter Hitlergruß
rutscht mir dabei nicht raus.
Aber trotzdem.
Wie ich heute erfahren habe
hat Musk Blasenprobleme.
Da ham wir was gemeinsam.
Tabula rasa
Der Berg rief nicht, er kam gleich selber. Er kam mit allem was er hatte: Fels, Gletscher, Wasser, Staub und Geröll. Mit allem was so ein Berg zu bieten hat. Wer die Bilder, den Film gesehen hat, wird es kaum wieder vergessen.
Und da ich gerade in den Bergen bin, blicke ich auf die markante, überhängende Felsnase über dem Lauterbrunnental, und frage mich, wieviele Lauterbrunner jetzt mit anderen Augen auf sie blicken, und auch auf das, was an Wänden hinter ihnen sich auftürmt. Hält’s noch? Wie lange? Die Endlichkeit ist eingezogen.
„Wir Bergler wissen, die Natur ist stärker“, sagte ein Politiker.
Aber die Bergler wussten das schon und sind entschlossen, ihr „Blatten“ wieder aufzubauen. Ich habe keine Idee, wie. Aber sie schon.
Ich persönlich würde so einem Bergsturz, der all mein Hab und Gut auf alle Zeit unter sich begräbt, auf jeden Fall den Vorzug geben, als so ne fuckin’ Überschwemmung, die dir alles lässt, aber unbrauchbar macht.
So ein Berg macht tabula rasa, während das Wasser mit seinem Schlamm nur ein fieses Miststück ist, das dir alles kaputtet und sich dann hämisch grinsend von dannen macht.
Bon Courage, Ihr Blattener. Ihr kriegt das wieder hin!
ESC
Die Hamas-Fans scheinen auch den ESC in Basel im Griff zu haben, und das Rich-Kid-Gesindel hat kein Problem damit, eine israelische Sängerin, die das Massaker der Palästinenser am 7. Oktober versteckt unter Leichen überlebt hat, verbal und physisch zu bedrohen, sowie jede Person, die sich als Fan der Sängerin zu erkennen gibt.
Nichts Neues. Der linke Antisemitismus erlebt ein Revival, wobei er ja nie wirklich weg war. Es gelang ihm einfach, mit dem Finger nach Rechts zu zeigen.
Ich wurde gefragt, ob mir die leidenden Palästinenser denn nicht leid tun.
Doch, auf jeden Fall. Genauso, wie die abscheulich massakrierten Israelis den Palästinenser leid tun.
„Stern“ goes Theater (3)
Am Mittwoch 14. Mai ist Derniere der szenischen Lesung meines Romans „Stern“. Letzte Chance, die unterhaltsame, gelungene und auch musikalisch interessante Performance des Kellerbühnenensembles St. Gallen, zu sehen und zu hören..
Diesmal nicht im Theater sondern im „Raum für Literatur in der Hauptpost St. Gallen». Next Bahnhof. 19h.
https://www.sg.ch/news/sgch_kantonsbibliothek-vadiana/2025/04/stern.html
Der Papa ist installiert
Nun geht es einfach weiter, mit der Papa-Mania.
Und er hat schon den ersten Hammer gelandet, der amerikanische Papa. Die Fans sind außer sich vor Freude. Denn dieser Papa ist – und jetzt fällt der Hammer – ist … für Frieden!
Mein Gott, wer hätte sich sowas ausdenken können? Er ist für Frieden! Halleluja, Ehre sei ihm.
Das zeichnet ihn aus. Er ist für Frieden.
Nun, ich wende ein, dass eigentlich alle für Frieden sind. Außer Putin, der Irre aus Nordkorea und zwei drei Arschlöcher mehr.
Selbst ich bin für Frieden. Wer hätte das gedacht?
Hiermit verkünde ich: Ich bin für Frieden.
Ich erwarte grenzenlosen Jubel. Also los, Fans, jubelt…
Der neue Papa ist in Arbeit
Wann immer man das TV einschaltet, ist nicht Prime-time, sondern Papa-time, und selbst in den säkularsten Spieleshows wird rechts oben in der Ecke der schwarzrauchende Kamin des Konklave eingeblendet. Mehr Papa-show war nie, mehr in leuchtendes Rot gewandete Greise, die in Zweierreihen tausend Meter hohe Hallen abschreiten, gab es niemals. Das heißt, es gab sie schon, aber wir wurden verschont, und mussten es nicht mit ansehen. Warum? Es schien eine Zeit zu geben, als ein Leben ohne Papa nicht sinnlos erschien, sondern eher wünschenswert.
Die Depandancen des Peterdoms erfreuen sich normalerweise am Besuch von Millionen. Nur nicht während der Gottesdienste, da ist eher tote Soutane, denn dann lassen sich nur die asiatischen Touristen nicht von der handvoll Gottesdienstbesucher vom Selfiemachen abhalten.
Aber wer mag besser wissen, als die katholische Kirche selber, dass „No business, like Showbusiness“ gilt. Und da so ein Papa meist lange im Amt ist, muss man die Gelegenheit nutzen, wenn es mal einen Wechsel gibt. Ich, der ich ja schon einige Dekaden auf Erden weile, erlebte nur 4 Päpste. Den Johannes XXlll, Paul Vl, Johannes Paul ll, Benedikt (wirsind Papst) XVl, und eben den gerade durch den Medienfleischwolf geshangheite Franziskus.
Sind alle 17,25 Jahre ein Papa. Oder 0,0579 Papa pro Jahr. Nicht gerade viel.
Und falls es jemanden gibt, der das als eine Frivolität empfindet, dem sei gesagt, dass die Stunden in denen ich mich in katholischen Messen gelangweilt habe, den Tausender schon zwei, drei, vier Mal voll gemacht hätten, wenn ich der Sache nicht mit 16 einen Riegel verpasst hätte.
Aber als gelernter Kathole darf ich Witze darüber machen, so wie die Schwarzen „Nigga“ sagen dürfen, und ich nicht.
Aber so eine streng katholische Erziehung, wie man sie mir angedeihen ließ, hat doch einige Vorteile. Einer davon ist, dass sie wie eine Impfung wirkt. Und zwar nicht nur gegen den Katholizismus, sondern gegenüber allen Versuchen jeglicher dogmatischen Ideologien (Tautologie, ich weiß), in meinem Geist zu ankern.
Ich anerkenne, dass es viele aufrichtige und fromme Kirchenleute gibt, die Gutes am Mitmenschen tun. Fraglos. Es sei ihnen gedankt. Sie sind Beispiel. Sollten Beispiel sein.
Ein bisschen Verwunderung bleibt. Warum nur ist das mediale Interesse an der ganzen Papa-Sache so abartig aufgepudelt? Bin ich der einzige, dem der Zirkus nicht nur nichts sagt, sondern der auch schon ein bisschen genervt ist? Außer vielleicht dem ein oder anderen Muslim und Juden. Wobei ich von denen auch welche in die Elisabthenkirche bei mir um die Ecke tappen sehe. Verkleidet als Touristen, und deren Blicke mich streifen, wenn ich draußen vor dem Eingang sitze und einen „Porsche“( ©M. Schütz) paffe, und mich an den kleinen Kindern erfreue, die die fuckin Tauben herumscheuchen.
Aber der Zirkus ist viellecht gar nicht so verwunderlich, wenn man bedenkt, dass die Massen heute von jeglicher Politik frustriert, enttäuscht, angewidert und angepisst sind, so dass sie sich von so einem Papa einfach etwas anderes erhoffen. Vermutlich das Gegenteil: Frieden, Freude und Wahrheit. Aber was weiß ich schon, ich, der alte katholische Atheist, der ich bin.
Möge der neue Papa viel Gutes versuchen. Schwer genug wird’s sowieso.
Buena suerte, Papa!
