„Promis“ und die Hamas

Dass man als Schauspieler nicht über eine massive Intelligenz verfügen muss, sondern dass es oft reicht „prominent“ zu sein, um sich als Intellektueller zu verstehen, das haben gerade wieder mal eine Bunch von deutschen „Promis“ bewiesen, die eine Protestnote an die Regierung verfasst haben. Natürlich sind alle „links“, wie es sich für „Intellektuelle“ gehört, vor allem moralisch so überlegen, dass ihnen nicht auffällt, dass sie der Hamas-Propaganda auf den Leim gehen, deren erklärtes Ziel es ist, den Medienkrieg zu gewinnen. Eben auch mit prominent verbreiteten Bildern ausgemergelter Kinder, die nicht an Hunger leiden, sondern an anderen Krankheiten, während die Mütter ihre Doppelkinne herzeigen.

Verwundert nicht weiter, denn „Hamas-TV“ wird in den Medien ungefiltert übernommen.

By the way: Was ist eigentlich mit dem versuchten Genozid an den Drusen, veranstaltet von Sunniten, deren (der Drusen) einzige Verteidung und Schutzmacht Israel ist?
Ist okay, oder? Man will sich schließlich nicht dem Vorwurf der Islamophobie aussetzen.

Der Lärm ist das Ziel

Um den etwas dümmlichen Spruch von Konfuzius: Der Weg ist das Ziel, ein bisschen mit Intelligenz und Wahrheit aufzupeppen und zu paraphrasieren, werfe ich diesen hier in den Ring: „Der Lärm ist das Ziel.“

Konfuzius hat es ja nicht für nötig befunden ein bisschen zu erklären, warum denn der Weg das Ziel ist, wo es doch völlig klar ist, dass das Ziel das Ziel ist, und der Weg nur der Weg zum Ziel.
Während es völlig auf der Hand liegt, dass der Lärm letztlich das Ziel jeder Tätigkeit ist. Nicht etwa der Hausbau, oder die Neuasphaltierung einer Straße sondern der Lärm, der durch das Geballer des Presslufthammers entsteht und damit dem Bauschloch tiefe Befriedigung verschafft; und so ist es auch nicht das Ziel Schutt loszuwerden, sondern der Lärm, der ensteht, wenn man ihn wuchtig in die Mulde schmettern kann.

Dies sind nur ein paar Beispiele aus meiner näheren Umgebung, aber dasselbe gilt auf für Autos: NIcht die Fahrt, sondern der Lärm der dabei verursacht wird, ist ausschlagebend, nicht das Anfeuern seiner Mannschaft, sondern das Gebrüll und das Tröten mit den Tröten, ist der eigentliche Sinn hinter diesen Äußerungen, und so weiter und so fort.

Findet selber Beispiele. Denkt darüber nach, und vergesst endlich diesen Konfuzius, diesen autoritärsten aller Sprücheklopfer.

Ich bin ein Opfer

… meiner Gutgläubigkeit.
Ich habe tatsächlich den Prognosen für einen „Höllensommer“ geglaubt, eines Sommers, der jeden bislang aufgestellten Hitzerekord -sozusagen – in den Schatten stellen wird. Der Juli sollte es sein.
Im Juni war ich noch überzeugt, dass dieser Sommer (wir hatten in Wien ja schon einige 34, 35, 36 Gradtage) mir richtig einheizen würde. Nicht nur mir. Uns allen.
Wären die Prognosen in die andere Richtung gependelt, und hätten uns das tatsächliche, das etwas kühlere und durchwachsene (Regen)wetter prognostiziert, wäre ich überaus skeptisch gewesen. Warum?
Es sieht ganz danach aus, als wäre ich empfänglicher für das Negative. Als ich auf dem Lungenröntgenbild zwei helle Punkte ausmachte, war der Fall klar: Ich hatte Lungenkrebs. Google lieferte mir einiges an genau dahingehender Info. Ich hatte ca. drei Stunden Zeit, mich mit der Tatsache abzufinden, dass ich Krebs hatte, denn danach erst wurde die schriftliche Diagnose geliefert. Nun gut, ich habe Krebs. Was Wunder. Warum denn nicht? Viele haben Krebs. Warum nicht ich?
Die schriftliche Diagnose bescheinigte mir völlig intakte Lungen. Ich habe keinen Krebs. Nicht den Hauch davon.

Vielleicht sollte ich eine Therapie machen, dachte ich, der Sache auf den Grund gehen, diesem Hang, immer vom Übelsten auszugehen.
Aber wie schon mal ein aus Österreich geflüchterter, und deswegen den Holocaust überlebender Jude sagte: Die Optimisten blieben und gingen ins KZ, die Pessimisten gingen weg und überlebten.
Vielleicht dann doch keine Therapie …

UNPOPULÄRE WAHRHEITEN 

Ich übernehme an dieser Stelle den heutigen Blogeintrag von Franz Dobler, dessen Inhalt durchaus mit meiner Einschätzung übereinstimmt:

Die Medienstrategie der faschistischen Terrororganisation Hamas ist weiterhin erfolgreich, die breite Masse der Medien verbreitet, als wäre das ganz normal, die Zahlen und Meldungen, die von Einrichtungen rausgegeben werden, die von den Hamas-Terroristen kontrolliert werden. Da verbreite ich lieber das, was die „Königlich Bayerische Antifa“ verbreitet (wie immer ohne Hasskommentare, während sich bei den „Pro Palästina“-Truppen eben nicht die Aufforderung „Free Gaza from Hamas“ durchsetzen konnte), hier „Unpopuläre Wahrheiten über Gaza:

– Die israelisch organisierte Gaza Humanitarian Foundation hat in den letzten Wochen 85 Millionen Rationen an die Palästinensische Bevölkerung in Gaza verteilt, frei und kostenlos.

– Es gab in den Verteilungszentren der GHF so gut wie keine gewaltsamen Vorfälle. Die Zahl der Verteilungszentren ist immer noch zu gering und die Verteilung an Millionen von Menschen ist alles andere als organisatorisch und sicherheitstechnisch unproblematisch. Dennoch ist die Arbeit der GHF unter den Umständen eines aktiven Kriegsgebiets extrem verlässlich und respektabel.

– Die GHF versucht seit Kurzem, Hilfslieferungen in Gaza über Zusammenarbeit mit Palästinensischen Gemeindeführern direkt zu den Menschen nach Hause zu liefern.

– Die Hamas greift gezielt die eigene Zivilbevölkerung an, die Hilfe in den Hilfszentren suchen. Die Hamas verschleppt, foltert und ermordet Palästinenser auf dem Weg zu und von den Zentren. Sie versucht gezielt, GHF-Hilfskräfte zu ermorden.

– Die IDF hat nicht alle andere Hilfe für Gaza blockiert. Es kommen weiterhin Hilfslieferungen über Internationale Organisationen in den Gaza-Streifen, zusätzlich zur Arbeit der GHF. In Gaza stehen bei Kerem Shalom hunderte von Lastwagen, die Israel über die Grenze gelassen hat, deren Hilfsgüter aber in Gaza niemand verteilen will, obwohl sie zur Verfügung stehen und gebraucht werden.

– Die Hamas nimmt durch die Arbeit der GHF extremen Schaden, denn sie verliert durch die Verteilungszentren die Kontrolle über die Hilfslieferungen und damit über ein wirksames Druckmittel zur Kontrolle der Bevölkerung. Hamas und ihre Steigbügelhalter orchestrieren eine massive Medienkampagne gegen die Arbeit der Hilfsorganisation. Darin wird auf perfide Weise die GHF für Tode verantwortlich gemacht, die sich außerhalb ihrer Perimeter ereignen und die in der allergrößten Zahl direkt von der Hamas verursacht und von Hamas-Behörden gemeldet werden.

Wir wünschen uns den Ausbau des GHF-Hilfssystems und eine flächendeckende sichere Versorgung der Bevölkerung in Gaza. Hilfsgüter dürfen nicht länger in die Hände der Islamistischen Mordbrenner geraten, die damit ihre eigene Bevölkerung erpressen.

Solidarität mit allen Palästinensern, die sich Brot und Frieden wünschen.“

Im Reich des alten Mannes

Wenn man mich fragen würde, was einem bei einem Spitalsaufenthalt (den ich gerade absolviert habe) am meisten stresst, würde ich sagen, dasselbe wie im Nicht-Spital. Smombies, Phoneholes, Bauschlöcher und Qutschbalkanier (um nicht ein anderes Wort zu gebrauchen). Plus noch der Kontrollverlust, die erzwungene Aufgabe der Selbständigkeit, dann noch der schlechte Fraß, die Hitze. Dann gäbs noch die Schmerzen und das Geschnarche des Mitinsaßen, aber dagegen lässt mit einfachen Mitteln etwas tun. Gegen Smobies, Phoneholes, Labertaschen und lärmende Bauschlöcher nicht.

Man muss sie aushalten, wie „draußen“ auch, allerdings ohne jede Fluchtmöglichkeit. Nur kurze, äußerst umständlich zu absolvierende Ausflüge in den Park, zusammen mit Infusionsständer – von mir „Buster“ getauft – Blasenkatheter, und als tragbares Handgepäck der Plastikbeutel mit dem grenadinesirupfarbenen Inhalt. Und immer auf der Hut, ja keinen zu vergessen, keine schnellen Bewegungen, und, fuck the buck, nicht auf die Schläuche treten! Geschieht natürlich trotzdem.

Auch wenn das Personal, die Pflegerinnen und Pfleger, die verschiedenen Ärzte und Chirurgen absolut freundlich sind und darauf achtgeben, dich nicht zusätzlich zu stressen, war ich permanent gestresst und genervt. Blutdruck 180/105. Und mehr. Selten weniger. Was auf jeden Fall auch daran lag, dass an meinem 44 cm Oberarm gemessen wurde, wo ein Teil des aufgebauten Drucks – nachweislich – dabei drauf ging, meinen Bizeps zu überwinden und zur Arterie durchzudringen. Anyway, nicht so gesund, so ein Druck.

Nach 4 Tagen war ich raus. Mit dem Gefühl, aus dem Knast entlassen worden zu sein. I’m free!
Und nun bin ich rekonvaleszent, wie man so sagt. Auch nicht besonders cool. Vor allem, weil ich nix tun darf. Kein Gewichtstraining, kein Fahhrradergometer, nichts heben, was mehr als 10 Kilo wiegt. Nur spazierengehen und schwimmen. 4 Wochen lang.

Aber ich will mich nicht beklagen. Kommt vielleicht ganz gut, so eine Pause von fast allem Gewohnten. Who knows.
Wie gesagt: wenn man mich fragen würde, was beim einem Spitalsaufenthalt am meisten stresst …
Aber mich fragt ja keiner, darum behalt ich’s auch für mich. Sorry, friends …

Das Sprüchemuseum (175)

„Kann nicht sein, dass eine Frau wie Freiwild einmal durch die Manege geführt wird“

Franziska Brandner von deutschen Grünen

Wir sagen: Ja, deutsche Sprache schwere Sprache, aber das Leben ist halt kein Ponylecken, wo der frühe Vogel dem Wurm einen Bärendienst gräbt.
Slogan: Analphabeten wählen Grün!

„Ach, ich schreibe ein bisschen»

Neulich war ich wieder einmal unfreundlich.
Ich bin ungern unfreundlich, außer zu unfreundlichen Mitmenschen, da hat mir meine Unfreundlichkeit auch schon Freude bereitet. Aber das sind seltene Ausnahmen.

Aber eben: neulich wieder mal. Das leidige Thema: Jemand findet heraus, dass ich Bücher geschrieben habe, Schriftsteller oder sowas sein soll.
„Ja, was schreibst du denn?“ Seid fast 50 Jahren dasselbe Set-up.
Wenn ich bei der Wahrheit bleiben würde, sage ich: „Romane und Stories.“ Ich sage es, obschon ich genau weiß, was jetzt kommt. Seit fast 50 Jahren.
„Um was geht es in den Romanen?“
Da hammas wieda.
„Hauptsächlich um meine narzisstische Persönlichkeitsstörung“, sage ich – natürlich nicht. Ich weiß nicht, was ich sagen soll, und sage irgendwas, mit dem der/die Fragende etwas anfangen kann. Vielleicht. „Auch Kriminalromane.“
„Aha“, und dann kommt der Rest, „und wie heißt du?“
Ich sage meinen Namen, der ihnen in 9 von 10 Fällen natürlich nichts sagt. Und weil er ihnen nichts sagt, habe ich das Gefühl mich für meine Unberühmtheit entschuldigen zu müssen. „Tut mir leid für dich, dass ich nicht berühmt bin.“

Und eben, neulich, habe ich das Prozedere unfreundlich abgekürzt. Ich sagte meinen Namen und den Zusatz: „ Wikipedia und Google.“

Sowas evoziert heutzutage geradezu Hass.

Nun denn.

Und da ich gerade vor einem Spitalaufenthalt stehe, wo in den Formalitäten auch nach dem Beruf gefragt wird, musste ich wieder überlegen: Schreibe ich ich „Autor“ hin, sind das heute Synonyme für Tachinierer, Angeber, Versager, Idiot.
Schrieb ich Schrifsteller hin: Siehe obenstehenden Dialog.
Also machte ich einen fetten Kugelschreiberstrich durch die Rubrik.

Dann fiel mir wieder die Geschichte ein, die mir Verleger Schütz erzählt hat: Er saß zusammen mit dem Sänger einer der bekanntesten, wenn nicht berühmtesten Schweizer Band in einem Lokal beim Bier. Einer der Gäste kommt an den Tisch, man redet, und der Typ fragt den berühmten Bandleader was er denn so mache? Und der antwortet: „Ach, ich mache ein bisschen Musik.“
Das war’s. Da gibt’s keine Nachfragen, da geht man drüber hinweg, das ist völlig uninteressant, und vor allem ist diese Antwort ganz genau auf den Frager zugeschnitten, der eigentlich gar nicht wissen will, was der Mann macht, aber wenn er erfahren hätte, wer er war – ja dann, ja dann …

Schätze, ich werde mir diese Antwort, paraphrasiert, bei dem Musiker ausleihen. Muss ich nicht unfreundlich sein, und erspare mir denn 50 Jahre alten, ewiggleichen, Fragenscheiß.



Die Löschung

Wer die Kolumne von Maxim Biller, die von der „Zeit“ online gelöscht wurde – im Wort der Redaktion „depubliziert“ (oh yeah!) -,lesen will, mag auf den Blog von Freund und Kollege Franz Dobler wechseln, der diesen „depublizierten“ Text „republiziert» hat.

https://www.franzdobler.de

Oder einfach auf die Blogroll klicken.