Ich nehme nicht an, dass jemand angenommen hat, dass ich in das Geweine und Geheul miteinstimme, weil Trump die Wahl gewonnen hat. Das tue ich nämlich nicht. Mir ist klar, dass die Linke sogleich die Demokratie in Gefahr sieht, wenn sie Wahlen verliert; Wahlniederlagen, die sie durch ihre ausschließliche, behämmerte Identitätspolitik getriggert hat.
Und es war schon immer meine Meinung, dass die Unterstützung von Milliardenschweren Celebreties aus Hollywood und der Musikindustrie fuckin kontraproduktiv sind.
Und ja, es waren auch Frauen, die Trump gewählt haben, und es waren Latinos und Schwarze, es waren Prekäre und Arbeiter, und halt weniger Intellektuelle und Künstler, die sich so aufopfernd um die «richtige Sprache“ bemüht haben, um dadurch Rassismus, Homophobie und alle anderen Übel der Welt, aus dieser zu schaffen.
Nun, bin ich jetzt ein Trump-Anhänger? Bin ich nicht.
Aber es macht mir nichts aus zuzugeben, dass ich auf eine bestimmte Art beruhigt bin. Und gar ein bisschen zuversichtlicher. Weiß der Hugo warum. Aber so ist es halt.
Wenn ich Europa wäre, würde es mich mächtig anstacheln, mich am Riemen zu reißen und meine Scheißprobleme selber zu lösen, als fette Deals mit den Chinesen zu machen, billige Energie aus Russland zu besziehen, und in alledem, mich von den Amis beschützen zu lassen.
Ich kann nur hoffen, dass Europa mir ein bisschen ähnlicher wird.
Wie auch immer: on verra, wie der Mörschwiler sagt.
Bataclan-Massaker, heute, vor 9 Jahren
Der Zufall wollte es, dass heute ein „Cardio-Tag“ ist, und ich, wie üblich, auf dem Fahrradergometervirtuelle Pässe hochfahre, und dabei lese. Und der Oberzufall wollte es, dass ich gerade den Schlussteil von Emmanuel Carréres Prozessbericht „V13“ lese, die literarische Gerichtsreportage über die Verhandlung der überlebenden islamischen Attentäter und deren willfährigen Deppen, mit deren Hilfe am 13. November 2015 bei den sogenannten „Bataclan- Anschlägen“, 130 Menschen getötet und 350 verletzt wurden .
Das Buch ist ein typischer Carrére: Nüchtern, aber empathisch, klug, aufrichtig und verdammt elegant geschrieben. Comme d’habitude.
Der Prozess war ein Monsterunterfangen, vor allem auch, weil hunderte Überlebende und Betroffene, deren Frauen, Männer, Kinder massakriert wurden, zu Wort kommen ließ.
Erschütternd auch, wie dumm, dämlich, drogenverseucht, grausam und feige die muslimischen Helfershelfer zu Werke gingen, und anderen – als eingeforderten Freundschaftsdienst – das Leben ruinierten.
Sie gingen lebenslänglich hinter Gitter. Schade in diesem Fall, dass es nur ein Leben gibt …
Ein Autor im Zug

Die Aufgabe des im Zug telefonierens besteht darin, hinauszuproleten, dass es nichts gibt, das mitteilenswert wäre, nichts, womit man sich kurz fassen könnte, nichts, was Sinn macht, oder notwendig wäre, dass aber zugleich die Verpflichtung besteht, es trotzdem zu tun, um seinen Mitreisenden auf die Eier zu gehen.
Fette Frau, schräg vis á vis, all ihre Telefonkontakte anrufend
„STERN“ goes Theater
Mein zweiter Roman „STERN“, erschienen 1989 bei Ed. Nautilus, geht ins Theater. Nämlich als szenische Lesung, im Zuge des 60-jährigen Bestehens der „Kellerbühne St. Gallen.
5 Vorstellungen sind geplant.
Die ersten beiden Morgen Montag 4. , und Mittwoch 6. Nov. 2024
Der vergriffene Roman „Stern», wurde von Songdog noch einmal aufgelegt, und ist bei Songdog.ch erhältlich.
Ebenso mein neues Ding: „Das Buch Maloch“.
Mehr auf der Verlags-HP: sondgog.ch

https://www.kellerbuehne.ch/sites/spielplan.php


Das Sprüchemuseum (170)
«Hannes Jaenicke hält deutschen Humor für überschätzt.“
SPON, Schlagzeile
Wir sagen: Sehen wir ganz anders. Bereits diese Schlagzeile ist doch ein Beweis für den großartigen deutschen Humor.
Traurig tranige Trinen
Die größte weiße Bluessängerin aller Zeiten, die mit 27 Jahren in einem Hotelzimmer von uns gegangene Janis Joplin, wurde, als sie noch in Port Arthur das College besuchte, von ihren MitschülerInnen zum „hässlichsten Jungen der Schule“ gewählt.
Eine abgrundtiefe Gemeinheit, die ihresgleichen sucht.
Nun haben die traurig tranigen Trinen der Zeitschrift „Emma“, die „Emmaristas“, die äußerst streitbare FDP-Politikerin Agnes Strack-Zimmermann zum „Sexist Man“ auserkoren, und zwar, weil sie immer noch dafür kämpft die Ukraine weiterhin mit Waffen zu unterstützen, und nicht, wie von Putina Wagenknecht und Oberemma Schwarzer gefordert, die Waffen zu strecken und sich Putin zu ergeben. Das ist das, was Hemmas einen „Frieden“ nennen.
Natürlich haben die traurig tranigen Trinen keine Ahnung was ein Frieden und was ein Krieg ist, und wie man so etwas wie Frieden herstellt.
Wir alle, ihr traurig tranigen Trinen, sind für „Frieden“.
Ausgenommen Putin.
Go fuck yourself, ihr Hemmas, die ihr den Schul- Idioten von Port Arthur recht nahekommt.
Preisgefühle
Wer als Beinahe-News-Junkie in diesen Tagen durch die Feuilletons vagabundiert, trifft allerorten auf den Autor Clemens Meyer, der nett ausgerastet ist, als man ihm die Penunze des deutschen Buchpreis nicht aufs Konto überwies.
Nun ja, das mag gravierend sein, wenn man 35’000 Miese beim Staat hat, wobei sich unsereins fragt, wie man sowas hinkriegt als Autor. Soviel Preisgelder?
Schätze mal, „die Wichser“ der Jury (Meyer-O-Ton) würden sofort zu Mitgliedern von einer überaus kenntnisreichen und verständigen Fachjury umgemünzt, hätte der Clemens den Plämpel angesteckt bekommen. (Weiß nicht genau, ob’s einen Plämpel gibt, oder einen Pokal oder nur warme Worte plus kalte Penunze.)
Tja. Das ist so ne Sache mit den Preisen, Stipendien und Anerkennungen.
Als ich mich einmal für einen Förderpreis (oder sowas) beworben habe, war ich ziemlich sicher, dass ich ihn auch verdient hätte.
Und tatsächlich kriegte ich einen fetten Batzen für einen Roman. Es war berauschend.
Während der offiziellen Preisverleihung, bei der auch bildende Künstlerinnen und Musiker ausgezeichnet wurden, tappte ich auf die Bühne und sagte, dass ich was sagen wolle.
Ich sagte, sinngemäß, dass mit der tatsächlichen Verleihung etwas passiert sei. Nämlich, dass ich, als die Entscheidung noch nicht gefallen war, ordentlich überzeugt war, diesen Preis auch zu verdienen. Und dass ich jetzt, wo ich ihn tatsächlich bekommen habe, das Gefühl, ihn gar nicht verdient zu haben, das erstere restlos ersetzt.
Ich weiß nicht genau warum es mich drängte, dies loszuwerden, aber ich tat es, weil es die Wahrheit war.
Interessant war, dass im Laufe des Abends, so ziemlich alle Ausgezeichneten (die ich nicht kannte), zu mir an den Tisch kamen, und mir offenbarten, dass sie genauso empfänden.
Aber ich hatte auch keine 35’000 Miese beim Staat, und war auch nicht der Ansicht, dass Preise dafür da sind, um teuere Scheidungen zu finanzieren.
Ich war in der privilegierten Lage, mir dieses Gefühl leisten zu können.
Inzwischen bin ich wieder überzeugt, dass mit mir der Richtige ausgezeichnet wurde. Vermutlich unverdient …
Wahn
Die Straßen, Orte und Städte sind bis zum Erbrechen angefüllt mit Touristen.
Die Lokale, an denen ich vorbei gehe, sind alle zum Bersten voll.
Die ganze Stadt ist eigentlich eine einzige Baustelle.
Aber laut den offiziellen Meldungen und Berichte:
Ist die Wirtschaft am serbeln.
Die Bauwirstchaft ist praktisch tot
Die Leute müssen knappsen, es fehlt überall das Geld.
Für mich, das einzig Gewisse, das Wirkliche und Reale:
Es herrscht der Wahn!
«Darum die Kufiya»
In meinem Roman „Goldene Tage“ erschienen 2012 bei Songdog, in dem ich einen Kleinkriminellen namens „Rambo Rimbaud“, auch in die Jugendunruhen Anfang der achziger Jahre geraten lasse, und er in einem besetzten Gelände, zusammen mit anderen Besetzern, wohnt, macht er folgende Beobachtung:
«Die Einbrecher erkannte man an ihren stumpfen Visagen und den Palästinensertüchern.Palästinenser-Halstücher trugen auch andere, Nicht-Diebe. Diese trugen sie aus Überzeugung. Solidarität mit dem unterdrückten palästinensischen Volk. Nun ja. Viele Völker waren unterdrückt. Zum Beispiel alle, die rund um»Palästina« auf der arabischen Halbinsel lebten. Aber es war das palästinensische Volk, das es ihnen angetan hatte.
Darum trugen sie die Kufiya.
Einbrecher trugen das Tuch aus anderen Gründen. Diebe habens nicht so mit Ideologien, sondern sind eher fürs Praktische. Und die Kufiya war praktisch.
Die Stadtverwaltung hatte nicht nur die Einsatzkräfte der Polizei erhöht, sondern schickte auch vermehrt Polizeistreifen los. Und diese hatten es auf die Kontrolle von verdächtig streunendem jungem Volk abgesehen. Und wenn sie einen der Knipper am Haken hatten und bei ihm Gegenstände wie große Schraubenzieher, Geißfüße, Meißel und Hammer fanden, wurden sie ruppig und nahmen den Mann erst mal mit. Dann gabs Erkennungsdienst. Fingerabdruckvergleich. Und so weiter … Darum die Kufiya. Die Kufiya hieß: Ich bin links, aber kein Dieb, hieß: Ich werf schon mal einen Stein, aber nur wenn ich muss, hieß, ich bin gegen die USA, gegen Israel, gegen Kapitalismus und für Sozialismus, hieß, ich bin die falsche Adresse, seh ich etwa aus wie ein Dieb? Hab ich Werkzeug bei mir?
Nun, die Kufiya war das Werkzeug.
Der Stoff war grob und reißfest. Und wenn die Knipper, die sich vorwiegend auf Keller spezialisiert hatten, vor den mit Bügelschlössern versperrten Abteilen standen, freuten sie sich. Denn sie fummelten einfach ein Ende der Kufiya durch den Bügel, bis sie zwei gleich lange Teile hatten. Ein kraftvoller Ruck. Vielleicht noch ein zweiter. Entweder hielt, je nach Schlossgröße, der Bügel nicht stand, oder die Verankerung des Riegels gab nach. Beinahe geräuschlos, die Operation.
Darum die Kufiya.»
Sollten wir auch tun
Wie abgefuckt die Israelfeinde, die jetzt gerade überall in Europa für die Hamas demonstrieren, diese linken Rich-Kids-Pinscher zusammen mit den Islamo-Faschisten, und den feigen Regierungen von Frankreich, Spanien usw. in Wahrheit sind, zeigt sich in ihren Forderungen, dass Israel mit allem aufhören soll, was irgendwie etwas mit „Waffen“ zu tun hat. Und nicht etwa, dass die Hisbollah mit dem Beschuss von Israel aufhört. Denn der ist ja rechtens.
Da freuten mich doch die explodierden Säcke der Hisbollah-Terroisten. Süßigkeit gefällig?
Dasselbe Spiel spielt Tante Putina, formerly known as Sahra“in jeder Talkshow“ Wagenknecht, die der Ukraine letztlich das Recht der Verteidigung abspricht.
Ein Glück, dass sich das mutige, kluge, entschlossene und auf sich allein gestellte Israel nicht beeindrucken lässt, und tut, was es zu tun gibt: Sich der iranischen Islamo-Barbarei entgegenstellen.
Sollten wir auch tun …
