Ich nehme nicht an, dass jemand angenommen hat, dass ich in das Geweine und Geheul miteinstimme, weil Trump die Wahl gewonnen hat. Das tue ich nämlich nicht. Mir ist klar, dass die Linke sogleich die Demokratie in Gefahr sieht, wenn sie Wahlen verliert; Wahlniederlagen, die sie durch ihre ausschließliche, behämmerte Identitätspolitik getriggert hat.
Und es war schon immer meine Meinung, dass die Unterstützung von Milliardenschweren Celebreties aus Hollywood und der Musikindustrie fuckin kontraproduktiv sind.
Und ja, es waren auch Frauen, die Trump gewählt haben, und es waren Latinos und Schwarze, es waren Prekäre und Arbeiter, und halt weniger Intellektuelle und Künstler, die sich so aufopfernd um die «richtige Sprache“ bemüht haben, um dadurch Rassismus, Homophobie und alle anderen Übel der Welt, aus dieser zu schaffen.
Nun, bin ich jetzt ein Trump-Anhänger? Bin ich nicht.
Aber es macht mir nichts aus zuzugeben, dass ich auf eine bestimmte Art beruhigt bin. Und gar ein bisschen zuversichtlicher. Weiß der Hugo warum. Aber so ist es halt.
Wenn ich Europa wäre, würde es mich mächtig anstacheln, mich am Riemen zu reißen und meine Scheißprobleme selber zu lösen, als fette Deals mit den Chinesen zu machen, billige Energie aus Russland zu besziehen, und in alledem, mich von den Amis beschützen zu lassen.
Ich kann nur hoffen, dass Europa mir ein bisschen ähnlicher wird.
Wie auch immer: on verra, wie der Mörschwiler sagt.
