Wie die Rinder und Färsen, die ich einst hütete, diese zahmen, schwerfälligen und schreckhaften Tiere, die nach ein paar Wochen auf freier Weide in den Bergen, nur von mir, dem Hirten kontrolliert, ziemlich wild wurden, genauso werden auch wir wilder werden.
Keine vertrauensbildenden Hirten in Sicht, eine Bunch von Weicheiern, die sich nicht trauen den Stock in die Hand zu nehmen, und der Herde den richtigen Weg zu weisen, zu tun, was zu tun wäre. Auch wenn das der Herde nicht passt.
So bleibt die Herde in viele kleine Gruppen aufgespalten, von denen jede ein eigenes Leittier hat, das tut, was immer es tun will. Und die Gruppe folgt. Ist das nun Diversität?
Spürt ihr es nicht, wenn ihr auf die Straße geht? In den Supermarkt, in den Gym, in euer Lieblingslokal? Im nie abreißenden Strom der Tourons und Saubrakos everywhere? Jeder ist eine Insel, die im Spiegel vor seinem Geischt mit sich selber kommuniziert.
Und das wichtigste: Alle sind Opfer.
Sehen wir zu, dass wir nicht die Opfer der vermeintlichen Opfer werden.
Es wird wilder.
Das ist nicht zwangsläufig übel.
In diesem Sinn: Guten Rutsch und ein gutes, wildes 2025.
P.S. Avoid the fuckin Innenstadt, der liebenswertesten Baustelle der Welt. Und die jeder anderen Stadt auch …
