Aus gegebenem Anlass


Manchmal, wenn in der Liste der angeklickten Blog-Beiträge mir einer in die Augen sticht, und mich anhand des Titels dazu verführt, das Ding anzuklicken, bin ich hin und wieder überrascht, und denke mir: Manno, so schlecht bist du gar nicht.

Und so stieß ich auf den „Klempner“ vom 20.Mai 2020, und fand, dass man ihn wieder mal publizieren könnte. Gerade auch, um die in letzter Zeit wieder grassierende Flut von „Offenen Briefen“ mit einem Klick unterschrieben von „Künstlern“ und Hollywood-Clowns, zu politischen Themen, von denen sie kaum Ahnung haben, zu kommentieren.
Here we go:

Der Klempner

Ein Künstler sei nichts anderes als ein Klempner, der Kunst macht. Oder wars: ein Künstler arbeitet wie ein Klempner? Anstatt Rohre zu verlegen, mache er eben Kunst. Der Künstler. Darum her mit der Penunze! Meinte einer in einem Radiointerview.

Jay Haslinger verkündete in den Haider-Jahren, «dass er wohl Schriftsteller, aber damit nicht automatisch für politische Statements qualifiziert sei. Man könne eben so gut einen Klempner befragen.“ 
Da hammern schon wieder, den Klempner. Aber natürlich ließ Jay Haslinger kein Mikro aus. Vermutlich fand sich gerade kein Klempner, der Zeit hatte. 

Wir hatten unlängst einen verdammt guten Klempner, der unser Klo neu einrichtete. Schnell, preiswert und sauber gearbeitet. Schätze, er war oder ist jetzt arbeitslos. Ich hoffe, ich schreibe annähernd so gut wie er klempnert. 
Das Ding ist halt: als Klempner kannstes irgendwann. Als Autor nie wirklich.
Aber als Künstler-Klempner, biste nie arbeitslos. Nur werde ich für meine Arbeit eigentlich kaum oder gar nie bezahlt. Ich kann auch nicht auf’s Arbeitsamt gehen. 

Und irgendso’n Hartzer oder Notständler zu sein, ist einfach zu einfach. Tippen und hartzen (oder wie das hier heißt?)
Ich könnte auch klempnern. Ich bin ziemlich gut in allem. Hab ich ja auch schon gemacht. Damit ich nachher schreiben konnte. 

Wenn ich Klempner wär, würden die Leute mir die Füße küssen. Ich wäre gern gesehen. Ich würde etwas nützliches tun. Verstopfte Klos reparieren und solche Sachen. Wasserrohrbrüche beheben. Fette Rechnungen schreiben. Und alle würden’s okay finden, denn so ein überlaufendes Klo und/oder ein Wasserrohrbruch bringt den Blutdruck irre schnell nach oben, und macht aus einem in Sekunden eine Covid-19 Risikoperson.
So ein Klempner arbeitet also auch noch im Gesundheitswesen.
Und was macht der Künstler?
Eben.
 

Boykottiert die Boykotteure

Ich habe mich immer wieder mal gefragt, und tue es heute mehr denn je, was eigentlich Schauspieler tun, wenn sie gerade kein Engagement haben.
Da ich einige einige Jahre für Theater und Film gearbeitet habe (Technik), kannte ich zwangsläufig einige Schauspieler. Viele davon hatten sehr wenige Engagements, und somit keine Einkünfte, und waren auf Arbeitslose und Sozialhilfe angewiesen.
Einige trafen sich am Naschmarkt, im Beisl, um dort zu tun, was man gemeinhin in Wiener Beisln tut.

Auch bekannte, berühmte, mit Preisen ausgezeichnete Actors, haben nicht immer Jobs. Manche über längere Zeit. Was tun sie, in dieser Zeit, die ihnen keine Gelegenheit gibt, das zu tun, was sie glauben gut zu können, und wozu sie berufen sind? Viele sind reich, und leben ein fuckin luxury life, auf ihren Ranches, Anwesen usw.

Und bei einigen von ihnen entsteht in dieser Zeit offenbar eine Art Vakuum in der Hirnschale, eine Leere, die sie durch ihre oft genuine Dummheit für Geist halten, die sie, nach eigenem Dafürhalten zu Intellektuellen macht. Und weil sie berühmt sind, von Ja-sagern umgeben, und weil sie reich und gelangweilt sind, glauben sie, dass sie sich kraft ihrer Bekanntheit „politisch engagieren“ müssen.

Mit Vorliebe natürlich für die „Unterdrückten und Verfolgten dieser Welt“.
Dass man bei solchem Engagement durchaus auf tiefere Einsichten und Fakten verzichten kann, und einfach einem „Gefühl“ nachgeben darf – zum Beispiel Antisemitismus – haben eben gerade wieder ein paar Hohlköpfe aus der Zunft bewiesen. Z.B. Tilda Swinton, Javier Bardem, Mike Leigh, Nan Goldin et alii, und zusammen mit ein paar anderen Wapplern einen Brief verfasst, der verlangt, dass sich die „Berlinale dezidiert gegen den israelischen Völkermord in Gaza wendet“.
Sie sind alle so entsetzt darüber.

Ich kann mich nicht erinnern, dass sie sich auch entsetzt gezeigt haben, als am 7.Okt. 2023 hunderte Israelis von der Hamas auf bestialische Weise massakriert wurden. Ebenso habe ich kein Entsetzen verortet, als das Terrorregime im Iran tausende Landsleute umbrachte. Nichts zum Ukrainekrieg. NIchts zu Somalia. Und so weiter und so fort.

Und ich weiß auch wieso: Entsetzen ist nur geil wenn Israel dabei ist. Sonst isses eher Wurscht.

Boykottiert die antisemitischen Boykotteure.

Das Sprüchemuseum (181)

«Wolf brachte Karnevalszug im deutschen Leverkusen zum Stoppen.“

SCHLAGZEILE diverser Medien

Wir sagen: Wir sind keine erklärten Freunde des Wolfs in unserer Umgebung, aber in diesem Fall können wir den Schreck des Wolfs, der eines Karnevalszugs ansichtug werden könnte, sehr gut nachvollziehen. Armer Kerl. Uns würds genauso ergehen …

Eklig

Ich weiß auch nicht, was gerade passiert, aber als ich gestern einen kurzen Bericht über die Grammy-Verleihung gesehen habe, in dem praktisch nackte, und/oder bis zum- geht-nicht-mehr aufgeziegelte Superstars kein anderes Thema als ICE in Minnesota kannten, und alle sich natürlich „solidarisch“ mit den Migranten erklärten, stieg leichter Ekel in mir auf.

An was es lag? Ich bin mir nicht sicher. Kann sein, dass diese Leute mit den Migranten soviel zu tun haben wie ein nackter, masturbierender Saunabesucher, der sich für die drei Nonnen in die Bresche wirft, die nicht aus dem Kloster ausziehen wollen.

Oder ist einfach die Obszönität dieses zur Schau gestellte Reichtums nicht mehr zu ertragen? Fehlte nur noch die Minnesota-Kitsch-Hymne von the „Boss“.
Vielleicht kam die ja noch, aber ich hab das Ding ausgeknipst. Gesundheit geht vor …

«One boredom after another»

Nun doch, ja, auch ich habe ihn jetzt gesehen, dieses mit Preisen und Lob überhäuften „Must“ der Filmezunft. Empfohlen und echt ans Herz gelegt von einem Cineastenfreund, und von einem anderen Freund und Filmemacher, mit einem „Naja, naja,“ eher von einem Kinobesuch abgeraten. „One battle after another“, den man nun für 5,99, einem Monatsabo von HBO, sehen kann, falls einem danach ist, einen langatmigen, spannungslosen, holzschnittartigen, von abgepackten Sätzen aus dem Sprüchemuseum der Linksradikalen und Hollywoodrevoluzzer durchsetzten Streifen zu durchleiden.

Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal einen so durch und durch langweiligen Film gesehen habe.

Und mir erging es dabei wie dem alten, genialen Haudegen der echten Cinéma-Guys, dem Drehbuchautor (Taxi Driver u.a.) Paul Schrader, der sich wünschte, dass alle sterben, da es unmöglich ist, sich auch nur mit einer Figur zu identifizieren.

Die einzige Figur für die ich ein bisschen Sympathie aufbrachte, war der indianische Killer, der sich am Schluss gegen das Töten eines Mädchens entschied, und stattdessen irgendwelche Arschlöcher zusammenschoss.

Aber sonst? Im Hintergrund immer wieder durchs Bild huschende Pulks von in die USA zu schleppende „Wetbacks“, seppeldämlich gezeichnete Rassisten, deren schon karikiertes Klischee in der Darstllung mir wenigstens einen trockenen Lacher entlockten.

Aber sicher ein großartiges Werk für alle Trumpfeinde in den Villen von Hollywood und solchen die es werden möchten.

Weitere Preise werden weiter folgen, wie das Menetekel an den Wänden von Hollywood:
«Mene mene tekel upharsin!“
Gewogen und für zu leicht befunden.

Der Schläger

(Nein. NIcht Trump. Geh weiter, Hater!)

Als ich vor Jahren zufällig in dem Ort war, wo ich zur Schule ging, wurde gerade zufällig ein Klassentreffen anberaumt. Ich ging hin, nur um festzustellen, dass dies das erste und einzige Mal war, dass ich an einem solchen Anlass teilnehmen würde. Deprimierend. Eine Ansammlung von Leuten, an die man sich nicht erinnert, die einen nicht das geringste angehen, mit denen man nichts gemein hat, und die einen auch nie interessiert haben.

Aber eins war doch nicht uninteressant. Ein Typ, der immer noch genauso aussah, wie damals und der denselben Schulweg hatte wie ich, erinnerte sich an mich als „Schläger“.
Ich sagte: „Schläger? Ach was.“

Aber, dass er mich als solchen wahrgenommen hatte, machte mich nachdenklich. Ich weiß, dass ich nie jemanden geschlagen hatte, aber ich war voller Energie und Kraft, und ich rangelte gern ein bisschen. Freundlich. Ohne jede Bösartigkeit. Aber, wie ich nun nach zig Jahren feststellen musste, konnten andere das durchaus anders sehen, so eher in Richtung Mobbing.

Der „Gemobbte“ war ein stiller Junge hinter dicken Brillengläsern, ein guter Schüler und der beste Zeichner der ganzen Schule, und beim Sport war er bei den letzten die ins Team gewählt wurden. Ich war so so ziemlich das Gegenteil. Einer der Klassenclowns, schlechter Schüler (außer in Fächern, die mich interessiertesehr gut), mieser Zeichner, aber im Sport bei den Ersten. Physisch hatte er mir nichts entgegenzusetzen, aber ich wollte ihm auch nichts antun; ich bewunderte ihn sogar um seine Zeichenkunst, und seine Inrovertiertheit.

Aber ich stupste ihn an, auf dem Schulweg, ich wollte ihn irgendwie aus seiner Reserve locken, nur, er blieb stur bei seiner „Verstocktheit“.

Was ich harmlosen, freundlichen Spaß unter Kollegen ansah, war für ihn offenbar etwas anz anderes. Ich war ein „Schläger“.

Einmal, viel viel später, hatte ich in einer Bar einen Streit mit meinem besten Freund, der es mochte, mich immer wieder mal zu provozieren. Ich packte ihn also vorne am Kragen, und er sackte ohnmächtig zu Boden. War es Show, oder wusste ich über mein „gutmütigen“ Kräfte nicht Bescheid?
Ich schätze beides. Denn mein Freund verlangte als Wiedergutmachung, dass ich einen Typen niederschlug, den er aus irgendwelchen Gründen nicht mochte.
Ich tat es nicht. Natürlich nicht. Ich bin kein Schläger.

Übrigens das „Mobbingopfer“ meiner Schulzeit wurde ein erfolgreicher Hotelier in Asien. Und ich? Nicht mal ein ordentlicher Schläger …

Lasst ihn nicht rein

Gut. Ein neues Jahr. Für mich das siebzigste neue Jahr. Was soll man da noch sagen? Happy new year? Wär ein Anfang. Aber warum happy? Wird es ja doch nie. Zum unserem Glück, gibt es keine ganzjährige Happiness.
Im Film „Out of Africa“ fragt die zurückgekehrte Farmbesitzerin (M. Streep), ihren schwarzen Verwalter wie es ihm gehe, und er antwortete: „Gut genug“.

Das hat Eindruck hinterlassen. Bei mir. Gut genug. Yes, Sir and Madame, Gut genug, ist gut genug.
Ich würde jetzt nicht soweit gehen wie der etwas puristische Philosoph Epikur, der Glück als Abwesenheit von Schmerz definierte, wobei es gerade bei mir so ist, denn ich habe ein Jahr voller Unbill, Schmerzen, Ärgerlichkeiten, Notfall-Aufenthalten, OPs, Untersuchungen und vor allem auch monatelange Abstinenz (Abstinenz von jeder körperlicher Betätigung) hinter mir. Das alles ist nun Geschichte. Also bin ich glücklich. Gehe wieder täglich in den Gym, und habe das Rudern als Sport für mich entdeckt. Ein einigermaßen komplexe Angelegenheit. Man würds nicht glauben, wenn man nicht wüsste, dass man vorsichtig sein sollte mit dem Glauben.

Die Weltlage gebietet es, in Sack und Asche zu gehen, und sich zerknirscht zu geben. Sorry, ich kann nicht dienen. Aber so ist es eben: Das Persönliche überlagert (in den meisten Fällen) das Allgemeine. Im Guten, wie im Schlechten.

Außerdem lese ich wieder mal die über 400 Jahre alten Essais von Michel de Montaigne. Wie immer auf dem Fahrrad Ergometer. Für mich sind sie eine Offenbarung. Ich glaube, wenn ich mich für nur ein einziges Buch entscheiden müsste, wären es diese Essais. Aber vermutlich würde ich, wenn man mich vor diese Wahl stellte, so angefressen sein, dass ich mich für KEIN Buch entscheiden würde, um selber eins zu schreiben.

Was meine etwas schweren Gedanken, meinen nahen Geburtstag betreffend, verblasen hat, war der Ausspruch eines Mannes, der von Jörg Fauser als Hamlet bezeichnet wurde: Clint Eastwood. Er sagte: „Don’t let the old man in.“
Und ich erinnerte mich wieder an die Männer in ihren Siebzigern, die ich vor 40 Jahren, in den frühen Morgenstunden im Schwimmbad angetroffen habe, und ihnen zusehen konnte, wie sie formvollendete Kopfsprünge vom Sprungturm machten.
In einem Gedicht schrieb ich: „Damals, wie heute meine Vorbilder.“
Sie haben den alten Mann nicht reingelassen.

Äs guets Neus, allersitts!

Sorry, dazu habe ich keine Meinung!

Ich kann Schispringen nicht ab. Schispringen macht mich wütend. Nun ist wieder Schispringzeit im TV, täglich, so bis – gefühlt – zum Hitzesommer. Ich verstehe, warum das TV, der ÖRR, Schispringen zeigt: Es ist billig zu veranstalten und die magersüchtigen Kerlchen in den Flatteranzügen können immer.

Mir ist bewusst, dass, wenn ich mehr von diesem Sport verstehen würde, mein Urteil weniger harsch ausfallen würde. Aber ich will nicht mehr verstehen.

Ich finde, dies ist eine passable Analogie zu Meinungen. Je heftiger sie geäußert wird, umso weniger muss der Meinungsstarke den Durchblick haben. Oder umgekehrt: Wenig Durchblick = viel Emotion.

Ich bin davon leider nicht gefeit. Aber ich möchte. Mir stellt sich immer mehr die Frage, warum man sich zu allem eine Meinung „bilden soll“. Und warum sag ich nicht einfach: „Dazu habe ich keine Meinung.“

Ich habe zwei Straßen-Bekannte, deren Beruf es ist, die Straßen in unserem Grätzel zu kehren. Es ist ein guter Job für Otrovertierte. Also wärs auch einer für mich.
Ich habe immer wieder mal bei ihnen nachgefragt, was denn der Job so mit sich bringt. Es war (eigentlich nicht) erstaunlich: Es ist eine Welt. Aus Technik, Zeitplan, Anforderungen an Physis und auch Geist. Ärger mit den Chefs. Und man kann den Job gut, und auch schlecht machen.
Aber für uns, die wir den Mann in Aktion sehen wenn wir in den Gym pilgern, sehen wir nur den Mann mit dem Besen und dem Abfalltrolley, in dem die Schaufel steckt. Und ob die Straße gekehrt ist.

Das wird der Jahres-Vorsatz, der meinen persönlichen Weg in die Hölle pflastert: „Sorry, dazu habe ich keine Meinung. Davon versteh ich einfach zu wenig.»

Nicht der Spruch des Jahres

Es ist nicht der „Spruch des Jahres“, es ist der Spruch der letzten Dekaden, und ich kann ihn schon genau so lang nicht mehr hören: Er/Sie hat ihre Bestes gegeben. – „Ich werde mein Bestes geben. – Ich habe mein Bestes gegeben.

Er gehört in die Dämel-Kategorie zusamenn mit: Man ist nur so alt wie man sich fühlt. Und: Der Weg ist das Ziel. -Oder: Du kannst alles schaffen, wenn du willst. – Lebe deinen Traum und träume nicht das Leben.

Gestern Nacht traf sich die Haute Volée des TikTok-Imperiums in Miami, zu abertausenden, um den von Netfilx live übetragenen Fight des Influenzers und MMA-Fighters Jake Paul gegen den Ex Boxweltmeister im Schwergewicht Anthony Joshua zu begrölen.

Es kam natürlich wie es kommen musste.
Der deutsche Kommentator redete soviel Unsinn wie normalerweise nur deutsche Links- Politiker, denn er musste dem auf der Ringflucht befindlichen Influenzer immer wieder mal „Er hat sein Bestes gegeben“ attestieren, bevor dem die Luft auf seiner Flucht ausging und er mehr auf Höhe des Geschlechtsteils von Joshua kniete, als wäre es sein sehnlichster Wunsch, noch hier im Ring, einen Blow-Job zu absolvieren. Das wär vielleicht sein Bestes gewesen. Aber in Runde 6 kassierte er die verdienten Hämmer, und vorbei wars mit: Du kannst alles schaffen wenn du nur willst. Aber der Weg war in diesem Fall sicher nicht das Ziel, denn das Ziel war bestimmt die Millionen-Gage.

Vielleicht hat sich im vorherigen Kampf: Tyson gegen Paul, der 58-jährige Tyson auch nur so alt gefühlt wie ein dreißig Jähriger, aber sein Körper hat ihm dann gezeigt wie alt er ist. Nämlich genau 58.

Insgesamt war der Kampf, und vor allem das Resultat, zumindest auch für mich zufriedenstellend. Ich habe auf jeden Fall nicht mein Bestes gegeben um ihn anzusehen, und ich fühlte mich dabei genau so alt wie ich bin: 19. Und all meine Träume, die zu erreichen ich noch ein paar Leben brauchen würde, können mir gestohlen bleiben. Ich weiß nicht, ob ich immer mein Bestes gebe. Vermutlich eher nicht. Aber woher soll ich wissen, was mein Bestes Ist?

Aber wie schon der großartige Schweizer Dichter Peter Morger sagte: Es gibt keine Illusion die ich nicht hatte.

Nicht falsch

Die Einschätzung von Trump, was den Niedergang Europas anlangt, ist nicht falsch. Und es würde vielen europäischen Politikerdarstellern, die nun auf dem hohen Ross der moralischen Überlegenheit in Schnappatmung verfallen und von „Feindseligkeit“ faseln, gut stehen nicht ganz so dumm zu agieren.

Wie sagte der französische Philosoph Michel Onfray:

„Wir werden daran sterben, dass wir die Ideen der Realität vorziehen.“
Das scheint mir ebenfalls nicht falsch.