«Das Leben ist einfacher, wenn man nicht viel weiß und stattdessen eine Meinung hat. «
Herta Müller, Schriftstellerin (Nobelpreis)
Wir sagen: Oh ja, oh ja, oh ja! Und gerade noch einmal: Oh, Ja!

Im Sprung. Blog.
«Das Leben ist einfacher, wenn man nicht viel weiß und stattdessen eine Meinung hat. «
Herta Müller, Schriftstellerin (Nobelpreis)
Wir sagen: Oh ja, oh ja, oh ja! Und gerade noch einmal: Oh, Ja!
„Es ist auch deutsche Munition, die zweijährige Kinder in den Kopf trifft“
Melika Foroutan auf der gestrigen Antiisrael-Demo in Berlin.
Wir sagen: Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Aber es waren bestimmt auch deutsche Gelder und Gelder von anderen europäischen Staaten, die es der Hamas ermöglichte mehr als 300 Kilometer Tunnels unter Spitälern, Schulen und Privathäusern zu bauen. Und es waren auch deutsche Gelder, die die Abschlachtung von über Tausend Israelis und die Geiselnahme möglich machten.
Heute morgen hörte ich das Interview mit einem bekannten Schweizer Comedian (ein Guter, by the way), der gemeinsam mit dem Interviewer den Niedergang der Meinungsfreiheit in den USA beklagte – was rede ich da – den Untergang der USA sowieso, da Disney auf Geheiß des Präsi des Kollegen Kimmels Show gecancelt hat.
Schätze mal, dass die Sendung eine Wiederholung war, denn Kimmel war bereits wieder engagiert und kann seine Sendung weitermachen.
War schon wieder nix mit dem Untergang des freien Wortes in den USA. Shit happens. Es ließ sich doch so trefflich klagen und schimpfen.
Und by the way: Was war eigentlich noch vor einigen Monaten, als viele Journalisten, Redakteure, Autoren, Manager, Professoren usw., ihre Jobs verloren haben, weil sie Worte benutzt haben, die den vereinigten Wokisten nicht passten? Ging da auch die Meinungsfreiheit den Bach runter?
Ich jedenfalls habe kein Wort davon gehört. Weder von berufenen Comedians bei uns, noch davon gelesen in den einschlägigen Medien.
Seltsam, oder ?
Die Deutsche Bahn, vor der ich mich fürchte, und die immer wieder verhindert, dass ich Freunde in Bayern besuche, hat nun endlich den Dreh aus, um die Statistik betreffs der Verspätungen zu ihren Gunsten zu … nun ja, was … manipulieren: Sie lässt einfach Züge ausfallen.
Geniale Idee. Aber noch ausbaufähig. Um hundert Prozent pünktliche Züge zu bekommen, schlage ich vor, dass sie gleich alle Züge ausfallen lässt, und anstatt dessen wieder Kutschen verwendet.
Wie schön wär doch so eine Kutschfahrt von Lindau nach München, durchs waldige Allgäu. Zum Beispiel. Innovativ, freundlich, luftig, und ganz bestimmt pünktlicher als ihre Züge. (Wobei ich zugebe, dass man das Adverb „pünktlich“ ja nicht steigern kann)
Aber die Deutsche Bahn könnte es bestimmt …
Sorry, liebe nominierten Autoren für den «Schweizer Buchpreis“, tut mir leid euch verkünden zu müssen, dass Dorothee Elmiger gewinnen wird.
Außer die Jury schafft es ausnahmsweise, sich vom „Deutschen Buchpreis“ zu emanziperen, wo Elmigers Buch in die Shortlist aufgenommen wurde.
Das läuft in etwa so: Wenn sie den „Deutschen Buchpreis“ nicht gewinnen sollte, werden die Schweizer sie tröstend heimholen und ihr den ihrigen Preis verleihen.
Falls sie in Germany gewinnen sollte, wird es a bisserl schwierig, ihr den Schweiz-Preis nicht zu geben, was irgendwie ein Affront gegen die Deutschen wär.
Nun, es wird auf jeden Fall – irgendwas.
Ich drücke fest die Daumen. Für wen auch immer, weil es mir, wie jedes Mal, einfach Blunzn is.
Stimmt nicht ganz. Is aber auch Blunzn …
Auf der Suche nach bestimmten Textstellen blätterte und las ich heute in meinem Buch „LOG – Aufzeichnungen 2008/2009 – Wien-Wald (AR).
Ich fand was ich suchte, und stieß dabei auch Einträge die ich nicht gesucht hatte.
Der untenstehende ist datiert vom 12. Januar 2009.
Die Linke: “Wir sind alle Hamas!”
“Wir sind alle Palästinenser!”, skandierten angeblich 7000 Tausend Demonstranten
in der Schweizerhauptstadt. Das ist falsch. Das waren keine Palästinenser. Man vernahm doch nur das Echo der traditionell antisemitisch und antizionistisch ausgerichteten Schweizer Linken. “Wir sind alle Hamas!”, käme dem Kern der Sache schon näher. Im Ostschweizertagblatt konnte man ein Demofoto bewundern, auf dem ein Palästinensertuch drapierter Demonstrant ein Transparent hochhielt:
“ISRAEL: Eine Schande für Jerusalem!” Alles klar? Die Schweiz: Eine Schande für Bern! (Und Palästinensertücher gelten übrigens auch an Orten für schick, wo Ausländerköpfe mit Springerstiefeln zusammengetreten werden.)
Die Linke tut so, als solidarisiere sie sich mit den Leiden der Palästinenser, als sei sie gegen diesen Krieg. Ist sie aber nicht wirklich. Sonst könnten sie sich auch mit den Leiden der israelischen Zivilbevölkerung, die seit Jahren täglich unter Kassam- Beschuss steht, solidarisieren. Tut sie aber nicht. Die Linke ist seit den 70-iger Jahren gegen den “Vassallenstaat Israel”, gegen den “Handlanger des US-Imperalismus”, gegen den “zionistischen Unterdrückerstaat”, gegen die “US-Imperialistische Militärbasis” im Nahen Osten. Und so weiter und so fort.
Als Teenager hatte ich eine Weile Umgang mit Kommunisten. Es erstaunte mich, mit welcher Verve und mit welchem an Hass grenzenden Eifer, sie ihre verbalen Angriffe gegen den Staat Israel ritten. Seltsam: Ein paar Jahre zuvor, während des “6-Tage Krieges”, verkauften wir als Schulkinder noch Jaffa Orangen für die “Schweiz des Nahen Ostens”, die nach uns, so kursierte allerorten die Fama, die stärkste Armee der Welt haben sollte. Damals gab es Applaus und Bewunderung für das kleine, kampfstarke Land, das sich, umgeben von mächtigen Feinden, entschlossen und klug behauptete.
Die Linke sah das aber anders. Und die Rechte sieht es heute auch anders. Irgendwie so wie die Linke. Es ist so ein bisschen wie in Wien, wenn der Trachtenseppl mit dem Antiimp einträchtig nebeneinander sitzend, mit der Tram von der Demo nach Hause fahren. Dass da möglicherweise etwas nicht stimmen kann, diese Idee dräut vielleicht dem einen oder anderen, aber wenns um die gerechte Sache geht, kann man ja schon mal ein Auge zudrücken. Hat ja Tradition.
In London gabs am Wochenende bei den Demos gegen Israel richtig Rabbatz. Da marschierten der Künstler und der Intellektuelle neben dem Islamisten, der sich, nach den Aussagen eines Erz-Bischofs, berechtigte Hoffnung auf die Einführung der Scharia in GB machen darf. Und dann gleich noch ein bisschen Hass rausgelassen.
Auf die englischen Cops. Die besonders viel Schuld an diesem Krieg tragen.
Wie wir Palästinenser alle wissen.
Oder wars wegen was anderem?
Oder isses eh schon wurscht?
Oder was?
…
Der „Dunning-Kruger-Effekt“ besagt, dass die „Menschen sich für schlauer halten, als sie sind.»
Ich bin einer davon.
Das ist keine Überraschung, denn, so wie es den Anschein macht, bin auch ich ein Mensch. Zumindest meistens.
Grundsätzlich war mir das bewusst, auch ohne diesen Effekt namentlich zu kennen. Zur Zeit erfahre ich gerade wieder mal die Konsequenzen meiner überlegenen Schlauheit. Richtig unangenehm, ohne jetzt ins Detail gehen zu wollen.
Das Gegenstück dazu heißt: „Hochstapler-Effekt“. Davon ich bin auch betroffen. Bedeutet, dass dies Personen sind, die jedes Mal, wenn sie gelobt, ausgezeichnet werden, glauben, es nicht verdient zu haben. Das hat auch was.
Im Vorwort zu meinem Buch „LOG“, als ich als Stipendiat der „Schlesinger-Stiftung“, für ein ganzes Jahr die Villa im „Birli-Wald“ zugesprochen bekam, schrieb ich „… saß ich manchmal einfach nur da, trank „Appenzeller on the Rocks“ prostete der Stille und der Dunkelheit vor den Fenstern zu, und fühlte mich wie ein Hochstapler… An anderen Tagen sagte ich mir: doch, du hast es verdient … nimm es ruhig an … Aber das Hochstaplerfeeling war öfter da. Und es war auch eindeutig das bessere Gefühl.“
Diesem Gefühl verlieh ich auch Ausdruck, als man mir einen großen Batzen für meinen Roman „Blumberg“ zusprach. Das hat einem der Chefs nicht gepasst. Aber im Laufe des Abends kamen beinahe alle der ausgezeichneten Künstler zu mir, und sagten, dass es ihnen ebenso ergehe.
Ist dies die Spanne, in der viele leben? Zwischen ich weiß Bescheid, ich bin einer der Großen – und dann doch dieses „Hochstaplerfeeling“?
Was den Dunning-Kruger-Effekt anlangt, nehme ich mich insofern in Schutz, dass ich mir dessen bewusst bin. Zumindest oft. Und immer öfter.
Ich habe nicht immer recht. Vielleicht nicht mal oft. Und ebenso die anderen.
Und laut Dunning-Kruger sind besonders jene davon betroffen, die selten nur einen Dunst von der Sache haben, von der sie voller Inbrunst, Wut und mitunter Raserei zu proleten wissen.
Vielleicht mal einfach nix sagen, wenn die Chance groß ist, dass man zu wenig oder nichts von der Sache versteht. Aber da mache ich mir keine großen Hoffnungen.
Dies, meine Lieben, ist sehr, sehr, sehr politisch …
Wer sich auch Information über die Öffentlich-Rechtlichen besorgt, wie ich, so scheint mir immer mehr, dass man eigentlich Meinung bekommt, denn Information. Gefühle anstatt journalistische Sachlichkeit, Parteilichkeit und moralisierendes Richtigsein.
Und es ist geradezu schwer auszuhalten, wenn Moderatorinnen in Schnappatmung verfallen, wenn es um Israel und Trump geht (und um die geht es eigentlich immer). Wenn Israel wieder zur Ordnung gerufen werden muss. Und Trump am Zeug geflickt.
Kann man machen. Ist aber Meinung. Und hat in einer Nachrichtensendung nichts verloren.
Bezeichnend war auch ein Beitrag im ORF, als der ermordete Charlie Kirk, als „umstritten“ bezeichtnet wird.
Nun, so frage ich: wer ist nicht umstritten?
War und ist Kamala Harris und Biden z.B. nicht ebenso „umstritten“, außer in den Augen und der Meinung ihrer Anhänger? Aber gehört habe ich diesen Terminus in ihrem Zusammenhang nie. Warum? Siehe oben.
Alle sind umstritten. Das ist das Wesen von Demokratie, diese „Umstrittenheit“. Wer einen Politiker als umstritten bezeichnet, positioniert sich im Gegnerlager. Das ist okay. Aber nicht für Journalisten. Wenn sie es tun, ist es Meinung und gehört als Kommentar ausgewiesen.
Dass man nicht im Lager von Kirk war, ist verständlich. Aber für diejenigen Millionen, die es sind, sind andere, z.B. Demokraten „umstritten“.
Das ist der Trend heute in der Berichterstattung: Gefühle. Und auf die kann ich in diesem Zusammenhang nicht nur verzichten, sondern ich halte sie für absolut illegtim im ÖRR.
Aber wie man aus Erhebungen weiß, ist der große Anteil der Journaille Links-grünaffin.
Das, finde ich, sollte eigentlich auch „umstritten“ sein.
Ich bin äußerst lärmempfindlich. Und noch vor Ben Webster, Chet Baker, einigen Country-Größen, ziehe ich die Stille vor. Ich bin ein Stille-Aficionado. NIchts behagt mir mehr und steigert mein Wohlbefinden, als wenn es still ist.
Anfang August waren wir en famille auf einer Alm in Kärnten. Auf 1500 Metern Seehöhe in einem Gasthof neben einem Schilift. Der Gasthof war sozusagen als Ferienhaus zweckentfremdet. Es gab eine sogenannte Sonnenterrasse mit Blick auf die steile Alm auf der 4 prächtige Rinder grasten. Zwei davon hatten Glocken um den Hals. Dann gab es noch einen Brunnen. Die Rinder waren nicht immer zu hören und zu sehen. Der Brunnen schon. Was für einen verdammten Krach der machte! Scherz …
Ich saß meist draußen unter einem Sonnenschirm rauchte hin und wieder eine Zigarre und tat nichts, außer die absolte Stille in mich einsaugen. Nirgends ein Mensch, kein Auto, keine Elektrohämmer, kein Bauschlochgebrüll, und die Familienmitglieder auf täglicher Wanderschaft. Man könnte sagen, ich war gerade dem Paradies nahe: Keine Hitze, kein Lärm, keine Menschen. Und hin und wieder die prächtigen Rinder, die her kamen um sich am massiven Holzzaun den Hals und die Flanken zu scheuern.
Ganze 6 Tage.
Seit neun Jahren lebe ich auf einer Baustelle. Im Grätzel werden nach und nach alle Altbauwohnungen „saniert“. Und saniert wird von diesen unsagbaren Stümpern von Bauschlöchern ausschließlich mit Elektrohammer, Flex und Fäustel. Jede Handlung der Stümper drückt ihre Verachtung für ihr Tun aus, für Werkzeug, Baustoffe und das Wohlbefinden anderer, ihr Ziel ist es, mit allem was zur Hand ist, den größtmöglichen Lärm zu erzeugen. Darin sind sie Weltklasse.
Manchmal wenn’s wieder mal ganz schlimm und sinnlos kommt, wünsche ich mir, es wäre erlaubt, Bauschlöchern etwas anzutun, sich für die erlittenen Schmerzen zu rächen..
Aber da es nicht erlaubt ist, bleibt mir nur die ohnmächtige Wut, und der ausgedehnte Aufenthalt im Gym.
Denn, wenn ich tatsächlich mal so weit kommen sollte, dass mir die Konsequenzen der Tat egal wären, so würde mich ein Gedanke von der Aktion abhalten. Ich bin mir sicher, dass, wenn man mich in die Zelle des Gefängnis bringen würde, dieses gerade renoviert und umgebaut würde. Cento per cento.
Denn auf mir scheint ein Fluch zu lasten. Als ich vor einigen Wochen im Krankenhaus eincheckte um mich einer OP zu unterziehen, war das erste was ich am Morgen nach dem Erwachen hörte, das Ballern eines Elektrohammers direkt über mir.
Unter den Göttern sind welche, die mich abgrundtief hassen.
Kurz Bio à la Blaise Cendrars (Fréderic Louis Sauser)
Mit drei Jahren haute ich ab. Mit dem Dreirad, und landete im Basler Rheinhafen zwischen den Schwellen der Hafenbahn, wo mich der Lokführer aus den Gleisen lupfte.
Mit sieben fing ich an zu rauchen. Zigaretten, die man für 20 Rappen aus den Automaten beim Bahnhof ziehen konnte. Drei „Virginias“ mit Filter. Was das alles anstellte in Kopf und Herz! Rausch.
Ich war ein braver Junge. Die Eltern von anderen Jungs sahen es gern, wenn sie mit mir zusammen waren. Wir gaben uns der Onanie hin.
Meine erste gekaufte Single war „Crosstown Traffic“ von Jimi Hendrix. Die erste LP «Johnny Cash at Folsom Prison“.
Wir rauchten in den Schulpausen und versuchten ständig von irgendwas „high“ zu werden. Muskatnuss rauchen. Und getrocknete Fliegenpilze, die wir im Wald suchten.
Mit 13 hörte ich Leonard Cohens Album „Song from a Room“, was mich auf eine Weise aufwühlte, die ich nicht verstand, aber alles auf einen Schlag veränderte. Ich schrieb ein Gedicht. Jemand verriet mich an die Deutschlehrerin, und das Gedicht wurde Gegenstand einer Deutschstunde. Ich schämte mich so, wie ich mich heute noch immer für meine Texte schäme. Aber ich war auch ein wenig stolz. Scham und Stolz.
Eine junge Hippiefrau nahm mich mit zur „Schifflände“ wo ich meinen ersten Joint rauchte. Sie sagte: „Ich habe etwas im Shitrauchen gefunden. Ich glaube, du wirst es auch.“ Ich war 15, und sie hatte recht. Ich hörte auf Sport zu treiben, hörte auf als Handball-und Fußball Torwart, wollte nicht mehr das Lauberhornrennen fahren, verachtete jedes Vereinsleben und jede Art von Sport. Ich wollte irgendwie ein Künstler werden, und war doch nur ein Laborantenlehrling der massig LSD einwarf und Meskalin, der kiffte und Chloroform schnüffelte, und alles an Substanzen probierte, die irgendeine Veränderung von was auch immer versprachen.
Später landete ich in einem einsamen Haus in Südfrankreich, das einem jüdischen Arzt gehörte, das ich bewohnbar machen sollte. Ich fand eine Schachtel voll Beta-Amphetamin-Pillen, die mich in den einsamen Nächten wachhielten. Ich schrieb an einem Roman, verlor ihn später irgendwo unterwegs, auf meinen Touren ohne Geld, aber mit ewig knurrendem Magen.
Ich las Henry Miller, der mein Lehrer wurde, und mich von der Angst vor meiner rast -und haltlosen Existenz befreite.
Ich hatte viele Liebschaften. Oft gleichzeitig. So wie ich viele Jobs hatte. Auch gleichzeitig.
Aus Verzweiflung landete ich als Hirte auf einer Alm. Ich lernte ein anderes Ich kennen. Eines, das sich gegen alle Widrigkeiten durchsetzen konnte, das nie aufgab. Das hätte ich nicht von mir gedacht. Ganz bestimmt nicht.
Danach schrieb ich eine Story, die von einer Zeitschrift angenommen wurde. Mit Honorar (ja, das waren noch Zeiten).
Bald darauf schrieb ich einen Roman, der mich ein bisschen berühmt machte. Eine Weile. Dann schrieb ich noch einen, und dann lange Jahre keinen mehr. Und dann schon wieder, während ich mein Geld als Theatertechniker verdiente.
Dazwischen brachte mich das Alkohol-Depro-Beast an den Rand des Grabes, und ich machte wieder Sport, um von dort wegzukommen.
Dann war ich mit einem Mal verheiratet und Vater zweier Töchter. Und schrieb noch mehr Romane. Hatte noch mehr Jobs.
Und jetzt sitze ich über diesem Text, und frage mich, wie so oft, ob das alles geschah, weil ich es so wollte, oder weil es mir einfach passierte, weil ich mich treiben ließ, und mich das Abenteuer reizte?
Wie wird es weitergehen? Ich weiß es nicht.
Oder ist es, wie der Chirurg nach der Prostataresektion trocken meinte: „Viel ist da nimma.“
Das Beast schüttelt den Kopf und lacht …