Leider wieder mal nicht unrecht

Am 16. Sept. 25 – nach Bekanntgabe der Shortlist des „Deutschen Buchpreis“ – schrieb ich unter dem Titel: „Einfach Blunzn“, folgenden Text:

«Sorry, liebe nominierten Autoren für den «Schweizer Buchpreis“, tut mir leid euch verkünden zu müssen, dass Dorothee Elmiger gewinnen wird.
Außer die Jury schafft es ausnahmsweise, sich vom „Deutschen Buchpreis“ zu emanzipieren, wo Elmigers Buch in die Shortlist aufgenommen wurde.

Das läuft in etwa so: Wenn sie den „Deutschen Buchpreis“ nicht gewinnen sollte, werden die Schweizer sie tröstend heimholen und ihr den ihrigen Preis verleihen. 
Falls sie in Germany gewinnen sollte, wird es a bisserl schwierig, ihr den Schweiz-Preis nicht zu geben, was irgendwie ein Affront gegen die Deutschen wär.“

Nun? Heute geschah es. In Basel. Frau Elmiger kriegte den CH-Buchpreis für ihren Konjunktiv-Roman.
Das sollte ein Fanal sein. Im Konjunktiv kann sich man als erfahrungsarmer Autor allem bemächtigen und damit auch die überwunden geglaubten Konjunktiv-Romane aus den 70-ern ehren.

Jä no se de. Ich hab halt immer was zu meckern. Vor allem, wenn ich leider wieder mal nicht unrecht hatte.