Umstritten?

Wer sich auch Information über die Öffentlich-Rechtlichen besorgt, wie ich, so scheint mir immer mehr, dass man eigentlich Meinung bekommt, denn Information. Gefühle anstatt journalistische Sachlichkeit, Parteilichkeit und moralisierendes Richtigsein.

Und es ist geradezu schwer auszuhalten, wenn Moderatorinnen in Schnappatmung verfallen, wenn es um Israel und Trump geht (und um die geht es eigentlich immer). Wenn Israel wieder zur Ordnung gerufen werden muss. Und Trump am Zeug geflickt.
Kann man machen. Ist aber Meinung. Und hat in einer Nachrichtensendung nichts verloren.

Bezeichnend war auch ein Beitrag im ORF, als der ermordete Charlie Kirk, als „umstritten“ bezeichtnet wird.
Nun, so frage ich: wer ist nicht umstritten?
War und ist Kamala Harris und Biden z.B. nicht ebenso „umstritten“, außer in den Augen und der Meinung ihrer Anhänger? Aber gehört habe ich diesen Terminus in ihrem Zusammenhang nie. Warum? Siehe oben.

Alle sind umstritten. Das ist das Wesen von Demokratie, diese „Umstrittenheit“. Wer einen Politiker als umstritten bezeichnet, positioniert sich im Gegnerlager. Das ist okay. Aber nicht für Journalisten. Wenn sie es tun, ist es Meinung und gehört als Kommentar ausgewiesen.

Dass man nicht im Lager von Kirk war, ist verständlich. Aber für diejenigen Millionen, die es sind, sind andere, z.B. Demokraten „umstritten“.

Das ist der Trend heute in der Berichterstattung: Gefühle. Und auf die kann ich in diesem Zusammenhang nicht nur verzichten, sondern ich halte sie für absolut illegtim im ÖRR.

Aber wie man aus Erhebungen weiß, ist der große Anteil der Journaille Links-grünaffin.
Das, finde ich, sollte eigentlich auch „umstritten“ sein.