In Berlin, wie ich im Radio hörte, fuhren Putins Liebelingsrocker, die „Nachtwölfe“ zum Gedenken an den Sieg der Sowjetunion über Nazideutschland, vor.
Wir erinnern uns an Putins Lieblingsrocker Alexander Saldostanow, der einst folgendes verkündete: „Für mich ist Toleranz etwas Schmutziges. Toleranz bedeute Unfähigkeit, Wiederstand zu leisten. Zum Glück besitzt unser Präsident Putin keine Toleranz.“
Gleichzeitig war in Berlin das Führen von Ukrainefahnen untersagt.
Schätze, man konnte die Einreise der Faschisten-Rocker aus Russland von Staats wegen nicht verhindern. Man wollte offenbar dem Ausbrechen des 3. Weltkriegs, dem totalen Atomdingsbums, keinen Vorschub leisten.
Manchmal
ist man ja kein Arschloch, ja, nicht mal ein Dichter, manchmal ist man einfach nur froh, wenn man ordentlich pinkeln kann oder keine Schmerzen hat, keine Schmerzen irgendwelcher Art, und manchmal ist man beinahe glücklich, allein im Zug zu sitzen oder wenigstes froh darüber, dass die Mitreisenden so höflich sind die Pappn zu halten und nur an ihren iPads herumdrücken. Wahre Sternstunden der Menschheit!
Und manchmal fragt man sich, wann man das letzte Mal ausgerutscht und gefallen ist, worauf die nächste Frage ist: Würd ich den Sturz noch überstehen?, eine Frage, die man jederzeit mit «ganz bestimmt» beantworten würde. Aber wie sähe es mit den Flaschen im Rucksack aus?
Manchmal muss man alles verlassen und sich nackt im Schnee wälzen, wie ein Appaloosa-Hengst, und manchmal muss man Frankie Boy hören, damit man wieder weiß, wie gutes Singen sich anhört, und wie süß das Leben in seinen Songs war, so unzwitterig kriegte man sich unter die Haut, und spuckte die Scheiße aus, die sie einem reinwürgen wollten.
Ja. manchmal.
Und manchmal zappt man einfach aus den Nachrichten raus, und manchmal denkt man traurig an die fassungslosen Opfer des Kriegs, und an die entrechteten Frauen in Afghanistan, und dann streicht man doch am Park des Palais Schönburg vorbei, und sieht sich wieder und wieder die schönen Bäume an.
Und manchmal ist alles zur selben Zeit da und verwirbelt sich zu einem unaussprechlichen Gefühl, und dann weiß man, dass es wirklich so ist, wie es ist …
Das Sprüchemuseum (143)
«Es ist noch immer so, dass Frauen wie ich noch nicht genug sichtbar sind in Film und Fernsehen.“
Stefanie Reinsperger, Schauspielerin
Wir sagen: Vielleicht könnte da eine Brille helfen.
Das Sprüchemuseum (142)
«Russland fühlt sich von USA angeblich provoziert.“
SPON, Schlagzeile
Wir erinnern an ein Interview mit dem faschistischen Dreckslügenmaul:
Interviewer: «Wo ist für Sie die rote Linie?“
FaDreMa: „ Das war sie!»
Un petit peu
Manchmal backe ich Brot. Zum Beispiel heute. Und auch vorgestern. Vollkorn Dinkel mit Sonnenblumenkernen. Hab ich so noch nie gemacht. Heute machte ich ein Nickerchen während das Brot im Ofen war. Viel zu lang war es drin, da ich nicht daran gedacht hatte, dass es noch im Ofen war. Es ist aber noch okay.
Da es eine Stunde zu lang im Gasofen war, fiel mir ein, dass ich mit dem Brotbacken das faschistische Dreckslügenmaul unterstütze. Und ich fragte mich auch, wieviel Zehntel/ Hunderstel Cent es an meinem Brot verdient. Wenn ich nun ein Stück Brot esse, muss ich in Hinkunft daran denken, dass das kranke Stück Scheiße im Kreml damit Kohle macht, um Ukrainer zu massakrieren. Auch wenn ich Essen koche, und wenn ich ein Bad nehme oder die Heizung andrehe, wenns wieder mal zu kühl wird.
Apropos krank: Es waren außer mir auch noch andere die gesehen haben, als das faschistische Dreckslügenmaul vor laufender Kamera seinen Kriegsminister desavouierte, dass der Dreckskerl nicht mehr wirklich im Strumpf ist. Er hockte da, die Rechte an die Tischkante geklammert, den Rücken gekrümmt, die Füße nervös, als wär er ein Scheißhaufen, dem man einen Anzug übergestülpt hat.
Hoffnung?
Un petit peu …
Gebeten
Ich wurde gebeten kunzutun, dass auch immer wieder kleinere und größere Texte, Glossen, Polemiken usw. von mir auf dem durchaus lesenswerten und von großartigen Kollegen und Kolleginnen gefütterten Schoepf-Blog, auftauchen.
Wie eben auch diese Woche: Die Winslow-Therapie. Notizen.
Macht guck!
https://schoepfblog.at
Der Faschismus ist zurück
Wer lesen kann und eine halbe Stunde Zeit hat, lese.
https://www.republik.ch/2022/04/14/russisches-kriegsschiff-fick-dich
Vintage – but barely aged
(Ich habe ein bisschen in älteren Texten gestöbert, so wie man manchmal, an langweiligen Tagen, in Schachteln mit alten Fotos kramt. Und dabei fand ich diesen Text. Er wurde 2011 verfasst, und er gefiel mir so gut, dass ich ihn nochmals in den Blog hieve.)
Rede eines ehrlichen Politikers
Liebe Wählerinnen und Wähler
wer sich bei der „UBS“ (Schweizerbank) als Privatperson um einen Kredit bemüht, der, so ließ ich mir sagen, hat sich vollständig zu entkleiden und einer Leibesvisitation zu unterziehen. Natürlich nur im übertragenen Sinn, aber trotzdem verschafft es dem Kreditansuchenden die brennende Erfahrung, wie sich ein unschuldig Vorverurteilter fühlen muss.
Aber die, wie wir gerade erfahren durften, nicht für Angestellte der Bank gilt, denn denen ist es möglich, 2 Milliarden zu verzocken, ohne dass dies jemandem in den Teppichetagen auffällt.
Ja, sagten wir vor einigen Jahren, die UBS ist „Too big to fail“, und wir pumpten Stützbeton aus Steuergeldern in die Fundamente, damit uns die himmelhohen Türme der Finanz nicht auf unsere Häuschen fielen und diese, mitsamt uns und unseren Familien, zermalmten.
Ein knapp 30-jähriges Bürschchen, der, ausgestattet mit dem Milliardenspielgeld der UBS gegen den Euro gewettet, und somit gegen die Schweizerwirtschaft spekulierte, anders formuliert, richtige Arbeit von Unternehmern und Angestellten in den Spielhöllen der internationalen Finanz lustig und dumm vergeigte, hat mir persönlich die Grenzen der Politik aufgezeigt.
Wir Politiker, werte Mitbürgerinnen und Mitbürger, sind nahezu machtlos. Es macht keinen Sinn, wenn Sie uns ihre Stimme geben. Wir haben, wie wir jetzt am Beispiel der UBS gesehen haben, keinen Einfluss auf die Gebahren der Finanz und der Märkte, auch wenn die Ihr Steuergrettungsgeld gerne nehmen, werden sie keine Regeln die von den gewählten Volksvertretern ausgearbeitet und aufgestellt werden, akzeptieren. Es sind Banken, und Banken handeln wie Banken und nicht wie Menschen, die eine richtige Arbeit haben und versuchen, damit sich und ihre Familie durchzubringen. Und wir, die Politiker, können daran nichts ändern.
Was wir tun können, ist, Ihnen das Rauchen verbieten, die Glühbirnen wegnehmen, noch mehr Steuern einheben, und, Sie werden es bemerkt haben, ihnen einen der letzten Troste vergällen, nämlich den, dass wir Ihnen aus Gesundsheitsgründen und zu Ihrem Wohl, den Alkohol unerschwinglich teuer machen. Wir können auch noch ein paar andere Dinge, aber die werden Ihnen ebenso wenig gefallen.
Liebe Wählerinnen und Wähler, bitte wählen Sie mich nicht mehr. Ich bin es leid, Sie mit meinen Ausreden und Lügen zu peinigen und zu beleidigen. Ersparen Sie es mir, und sich selber auch. Der Grund, warum ich nicht einfach zurücktrete oder mir eine Kugel in den Kopf schieße, ist der gleiche, warum Sie ihren dummen Job nicht hinschmeißen, auf die Straße gehen und den ganzen verdammten Laden kurz und klein hacken: Es ist die Hoffnung. Nicht die Hoffnung, dass es besser wird, sondern die Hoffnung, dass wir die ganze Scheiße irgendwie überstehen werden. Ganz gleich, wie. Nicht, dass wir es glauben, aber wir hoffen es.
Also, liebe Wählerinnen und Wähler, vergessen Sie nicht, mich das nächste Mal NICHT zu wählen. Sie ersparen mir damit einen demütigenden Rücktritt, der nur einen Rattenschwanz an weiteren dummen, kränkenden Lügen nach sich ziehen würde.
Glauben Sie mir, ich habe es nicht böse gemeint. Aber, wie Taittinger in Josef Roths Roman „Die Kapuzinergruft“ sagte: „Man verirrt sich halt.“
Manchmal wird man auch verirrt.
Halten Sie durch
Ihr Politiker
Hirne?
Ist eigentlich bei den Ostermarschierern und Friedensaktivisten nur das Hirn stehen geblieben, oder zeigt sich nun, dass da nie eines war, oder ist die notorische Dummschwätzerin Käßmann eine Agentin des faschistischen Dreckslügenmauls?
Was immer es auch sein mag, ich würde es nur gut finden, wenn diese Marschierer angegriffen würden. Aber ich hege den Verdacht, dass es ihnen gefallen würde, denn dann könnten sie endlich zeigen, was man in so einem Fall tut: Sich unterwerfen und sich als moralischer Sieger fühlen, wie es zuweilen pubertiernende Klugscheißer tun.
Letztlich wollen sie, dass keine Waffen an die Ukraine geliefert werden, damit dieser Krieg aufhört, wenn denn die Ukraine ausgelöscht ist, und sie wieder ihren Geschäften nachgehen und sich dem Ausbau ihrer Einfamilienhäuschen widmen können. Beheizt von russischschem Gas und Öl.
Was dann?
Ich halte es nicht nur für möglich, sondern für eher wahrscheinlich, dass das faschistische Dreckslügenmaul Atomwaffen einsetzen wird, wenn er seinen Sieg gefährdet sieht.
Was dann, frage ich? Wird schon darüber nachgedacht oder verlassen sich diese instinktlosen Politos wieder mal auf den „gesunden Menschenverstand“? Jenen Verstand, der sie schon in der Vergangenheit blind und taub gemacht hat, für die Pläne des Dreckslügenmauls, die dieser immer auf denTisch gelegt hat.
Was wird dann sein?
Wird „der Westen“ es einfach hinnehmen, weil nicht weiter „eskaliert» werden darf? Wobei die Frage ist, was dann die weitere Eskalation wäre?
