Subito santo!

Befragung von Intellektuellen zur Koalitionsfrage in Deutschland. Erstaunlich meinungsstark, all die Autoren und Autorinnen. Sie wissen Bescheid, sie wissen wie’s geht, sie wissen wer Schuld hat, sie wissen wie’s gemacht gehört.
Nur der alte, ewig junge Biermann sagt, dass er sich das so und so denke, aber dass dies nur seine Meinung sei, und er sich nicht so genau auskenne.

Man kann’s kaum glauben. Es gibt tatsächlich noch jemand, der es wagt sich selber in Zweifel zu ziehen.

Subito santo!

Das Sprüchemuseum (79)

« Meine Mutter war keine Nationalsozialistin. Sie hatte eine Wirtschaft zu führen.»

Martin Walser über seine Mutter, die Mitglied der NSDAP war.

Wir sagen: Das macht uns froh. Nun wissen wir endlich Bescheid: Die Deutschen damals waren gar keine Nazis. Sie hatten lediglich eine Wirtschaft zu führen.

SUPERBASTARD #7

Am 15. November 17 erscheint – wie immer von Benedikt Maria Kramer herausgegeben – ein neuer SUPERBASTARD #7. Völlig überraschend. Einerseits. Denn eigentlich hätte nach #6 Schluss sein sollen, aber Bastarde sind zäh, und Superbastarde nicht totzukriegen.

Titel diesmal oder vielmehr, Motto: Why was I built to feel pain!??!

Ja, warum?

Das fragen sich: Katja Horn, Andreas Niedermann, Lütfiye Güzel, Constanze Ramsperger, Florian Günther, Florian Vetsch, Jerk Götterwind, Rüdiger Saß, Kai Pohl, Urs Böke, Jörg Herbig, Elias Loeb, Benedikt Maria Kramer, Marcus Mohr, Lisa Panizza, Jan Off, Michael Sailer, Moses Wolff, Max Messer, Clemens Schittko, Marc Mrosk, Christin Zenker, Susann Klossek

Bildautoren: Chris Escobar, Illustrella, Florian Waadt

Am 18. November lädt SuBa zum „Augsburger Literaturfest im „City Club“.
Der Superbastard kostet 9,95 und kann beim Songdog Verlag (verlag(at)songdog.at), im Buchhandel oder über Amazon bezogen werden.

Schöner Preis!

Was für ein Siegerpokal!

Valentin Hitz gewann mit seinem Film „Stille Reserven“ den „Calavera de Plata“ am „Morbido Filmfest“ in Mexiko City.

Wir gratulieren, und freuen uns auch über das Emblem des „Autocinéma Coyote“. Bienvenida hermanos y hermanas!

RESERVAS OCULTAS / HIDDEN RESERVES / STILLE RESERVEN WINS THE «CALAVERA DE PLATA» FOR THE «MOST OUTSTANDING FILM» AT MORBIDO FILM FEST!

Ist das Satire oder darf man da lachen

Ist das Satire, fragt sich der Schreiber? Kann Satire mit solch dummen Klischees eigentlich funktionieren?

Jedenfalls, sagt der Schreiber (ganz emphatisch und ohne dass Mutti ihn jemals dazu angeleitet hätte) tun mir die Jungs dieser Muttis leid.

http://www.bento.de/future/harvey-weinstein-und-vorurteile-wie-erziehe-ich-meinen-sohn-feministisch-1790881/#refsponi

Unbedingt

Man muss nicht immer selber schreiben. Zumal man nicht alles einsehen kann und auch sonst schon einiges zu tun und zu schreiben hat.

Aber man kann auf das bereits Geschriebene hinweisen, auf jenes, das den Hinweise unbedingt wert ist:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/frankreich-judenhass-mit-methoden-wie-bei-den-nazis-15252732.html

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/harvey-weinstein-trau-keinem-feministen-kolumne-a-1173688.html

Gute Wahl, schlechte Wahl

Österreich hat gewählt. Die SPÖ wurde nicht erste. Vielleicht zweite.
Die katholischen unter den Sozis (und das sind so ziemlich alle) und auch die Klügeren unter ihnen wissen, dass der Wahlausgang ein guter ist.
Es war gut, nicht nicht Erste zu werden und trotzdem kaum etwas zu verlieren. Damit geht der Kelch an ihnen vorüber, den Kanzler zu stellen und Koalitionsverhandlungen führen zu müssen, die vermutlich dazu geführt hätten, dass sich der innerparteiliche Riss zwischen den FPÖ-Koalition-Befürwortern und den „Grokos“, vergrößern und die Partei zerreißen würde.
Nochmal Schwein gehabt.

Und sonst? On verra, wie der Groß Gerunger sagt…

Wahlkampf à l’autriche

Überall kann man lesen, dass in Österreich ein dreckiger Wahlkampf stattgefunden habe. Ist das so? Sollte er dreckiger als andere gewesen sein?
Ich bezweifle das. Es war ein ganz normaler Niedertrachtskampf à l’autriche, pas plus.
Man mag hier nicht ohne Nazis, Niedertracht und Heuchelei leben. Da würde einfach etwas fehlen.
Diesmal kam einfach noch eine vierte Komponente hinzu: Dummheit. Auch ohne Dummheit mag hier niemand leben. Ist ein Menschenrecht.

Jetzt zu wünschen, dass diejenige Partei gewinnt, die am wenigstens von diesen vier Eigenschaften aufweist, scheint mir irgendwie a bisserl paradox. Oder?

Sons of guns

Jetzt wird gerätselt. Was hatte der Wichser, der unter Countryfans ein Blutbad angerichtet hat, wohl für Motive. Er war ja so unauffällig. Ein Buchhalter. Zurückhaltend, reserviert.

Und natürlich ist es vollkommen normal, dass ein Mann zwei Dutzend Faustfeuer -und automatische Waffen besitzt, plus kiloweise hochwirksamen Sprengstoff.
Das Motiv für Cocksucker dieser Art ein Massaker zu veranstalten ist jenes, dass man früher als  Mordlust bezeichnet hat.

Die Aktion, vom 32. Stockwerk aus auf einen hunderte Meter entfernte Menschenmasse zu ballern, das Geschehen an Ort, ist für den Schützen vollkommen abstrakt. Er kann die Schreie der Getroffenen nicht hören, er kann nicht sehen wie Menschen fallen, wie sie sterben.
Er ist  wohlig aufgehoben im geilen Sound seiner Maschinengewehre.

Wer braucht da noch ein Motiv?