Letzte Freunde

Er sagte: „Die einzigen Freunde – obschon sie sich oft dünn machen, unzuverlässig sind und sich immer seltener sehen lassen –, sind: Regenwetter, Nebel, fette Wolken. Und, der allertreuste und beste von allen: Der Winter.»

Das Sprüchemuseum (91)

«Ausgerechnet die Leute, die Präsident Trump gewählt haben, werden am Ende den Preis für die Zölle zahlen.»

Mary Buchzeiger, Unternehmerin aus dem Mittleren Westen, Trumpwählerin.

Wir sagen: Ist das nun Gerechtigkeit? Wir sind unentschieden. Wie so oft. Aber es hört sich auf jeden Fall mal gut an.

Das Sprüchemuseum (90)

„Merkel ist ein totes Pferd.»

Posting von „ehemaliger wähler2″

Wir sagen: Das gibt uns zu denken. Warum nennen Leute in Österreich ihre Pferde Merkel? Und warum nur, ist es tot?

Das Sprüchemuseum (89)

„Um Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel zu erreichen, sollten beide Länder davon absehen sich gegenseitig zu bekämpfen.»

Kim Jong Un

Wir sagen: Richtig. Und wir möchten noch ergänzend hinzufügen: Wer trocken bleiben will, sollte nicht ins Wasser gehen.

Ein sehr, sehr, sehr, sehr gutes Gespräch

Trump: Was läuft, Rocketboy?

Kim: Allet supi, Opi.

Trump: Frau und Kind? Gesund und gefräßig?

Kim: Wärn se wohl, wenn’se gäb.

Trump: Sorry, Rocketboy. Dafür bist `n Superdiktator.

Kim: Weiß ich doch. Da haste noch Luft nach oben.

Trump: Yeah, man, so ne Demokratie ist nicht besonders geil.

Kim: Aber dafür habts Supiweiber. Ganz abgesehen von deiner Melanie…

Trump: Melania, please.

Kim: Watch out your Twitter, Opi. Wie wär’s, kann ich mal die Torte von Baywatch treffen?

Trump: Schwer. Die steht nicht auf mich.

Kim: Bitte, bitte Opi!

Trump: Okay. Mal sehn, was sich da machen lässt. Was krieg ich dafür?

Kim: Wos wüßt?

Trump: Verbuddel deine Atomdinger!

Kim: Klar. Moch ma!

Trump: Das war jetzt ein sehr, sehr, sehr, sehr gutes Gespräch. Vermutlich das Beste, seit Oprah Lance Armstrong interviewt hat.

Intelligenz

Als Gündogan das Spielfeld betrat, gab es Pfiffe. Als Gündogan den Ball trat, gab es Pfiffe. Wie seltsam, wie unverständlich. Warum nur?, fragte man sich beim DFB. Die Sache ist doch gegessen und verdaut, oder nicht?

Da posierten doch nur zwei Fußball-Hiafler mit dem Mann, der über Monate Deutschland, dessen Politiker, die Regierung beschimpft, desavouiert und beleidigt hatte, posierten mit dem Mann (den sie ihren Präsidenten nennen), der jede Stimme, die nicht in sein Testosteron-Gefasel miteinstimmt, im Knast zu ersticken sucht.
Was ist schon dabei?
Die Welt-Klasse-Kicker können doch nicht wissen, dass dieser Mann die Fotos für politische Zwecke verwenden könnte.
Soviel Antizipation ist einem Fußballer nicht zumutbar.
Und offenbar auch nicht den DFB-Verantwortlichen, die nicht in der Lage sind sich auszurechnen, dass so eine Aktion vom Publikum nicht so schnell (wenn überhaupt) vergessen wird.

Deutschland wird nicht Weltmeister. Es mangelt an Intelligenz.

Religion

Spottbetüttelte, verachtungsbehörnte Sprüche: Muskelaufbau ist ihre Religion!
Na und?
Was gibts da zu kritteln?

Was ist mit den Millionen Wapplern, deren Religion die Religion ist?

Das Sprüchemuseum (88)

«Es heißt, der erste Satz sei der schwierigste. Aber wenn der erste Satz erstmal steht, flutscht der Text danach wie von selbst.»

SPON

Wir sagen: Wie wahr. Und da wir ersten Satz geschafft haben, warten wir jetzt darauf, dass sich der Eintrag von selber schreibt.

Wir warten… wir warten… und warten…

Lifeball=Opernball

In Wien braucht man eine jährlich wiederkehrende Veranstaltung (z.B. Lifeball) nur sich selbst überlassen und nach einiger Zeit, ist sie nicht mehr vom Opernball zu unterscheiden. Oder, schlimmer, vom Theater an der Josefstadt.
Das nennt man wohl Integrationskraft.

Der gemeine Fallrückzieher

Gareth Bale zimmert die Flanke von Marcelo per Fallrückzieher ins Tor der Reds, wobei Karius, der tragische Clowntorwart, seinen Hechtsprung nach der Kirsche schon vorzeitig abbricht, als hätte er zuvor ein Kuvert von der Wettmafia gekriegt.

Und alle überbieten sich danach in Superlativismus, was den Bale’schen Fallrückzieher anlangt.
Aber ist das berechtigt?
Was kann man an einem Fallrückzieher schon falsch machen? Was?
Nichts.
Ein verwandelter ist in jedem Fall ein Sonntagsschuß. Und falls der Stürmer danebenhaut und einfach nur wie ein Blindgänger auf dem Rasen landet, wird ihm niemand den Vorwurf machen, er hätte eine Chance vergeigt.

Der gemeine Fallrückzieher ist wie ein Haupttreffer bei der Lotterie. Jeder der Kreuze malen kann und ein paar Euro hat, kann  die Millionen gewinnen. Und niemand wird den Gewinner über den grünen Klee dafür loben, dass er so tolle Kreuze zeichnen kann.

Also kriegt euch wieder ein.
Oder brecht Sergio Ramos wenigstens einen Arm.