Morissey,

bullfighting is none of your business, and do not talk about things you cannot understand! Capisch?

Schweiz. Fauser.

Wir wissen es alle: Heute wäre Jörg Fauser 70 Jahre alt geworden. Dass er es ist nicht geworden ist, ist ein weiterer Grund, den Tod zu verabscheuen. Jörg Fauser fehlen wuchtige 27 Jahre.

1980 hatte ich eine Nacht in einem Basler Knast verbracht, weil man mich um 3 Uhr morgens beim «öffentlichen Verrichten der Notdurft» erwischt hatte. Dass ich in der Zelle landete, hatte wohl auch damit zu tun, dass ich mich nicht besonders kooperativ verhielt. Als ich rauskam, feierte ich den ganzen Tag meine Entlassung und landete schließlich in der Wohnung des Schriftstellers und Verlegers Matthyas Jenny. Er hatte gerade in seiner «Nachtmaschine» Jörg Fausers «Requiem für einen Goldfisch» herausgegeben. Ich las das Buch noch in derselben Nacht.

Es war keine Offenbarung. Aber genau das Richtige für einen jungen Kerl, der sich etwas darauf einbildete, gerade aus dem Knast zu kommen. (Später kam ich dann noch mal rein. Weil ich die Buße nicht bezahlt hatte. Aber diesmal war ich schon nicht mehr stolz darauf.)

Fauser blieben noch 7 Jahre. Seine Produktion war enorm. Die Marlon Brando Biographie lese ich immer wieder mal. Für mich – und Fauser selber – sein bestes Buch. Und natürlich «Rohstoff». Nicht seine Stories. Aber die Essays, die Buch-Rezensionen, die Aufsätze zur «Kultur» der BRD.
Einer der so viel schrieb, der konnte nur zuhause sitzen und schreiben. All day long. Und nächstens machte er sich dicht. Wie man so hörte. Eine Produktion wie Fassbinder – und einen ebenso frühen Tod. Oder wie Joseph Roth, den er verehrte und dem er einen seiner schönsten Texte gewidmet hat. Das volle Fauser Rohr: Melancholie, Kosequenz, Zweifel, Widerstand, Individualismus, Literatur.

Zum Schluss noch ein Hinweis auf die überaus lesenswerte Ausgabe des «DRECKSACK», der die eine Nummer ausschließlich Jörg Fauser gewidmet hat. Mit vielen, vielen Autoren, die etwas zu Fauser zu sagen haben.

Das wars mit «Schweiz….» Adieu.

Schweiz. Israel.

Während des Sechstagekriegs 1967, verkauften wir Kinder – von der Schule angeregt – Jaffa-Orangen und Jaffa-Grapefruits auf der Straße. Israel war gut. Israel war klein und von Feinden umzingelt. Israel hatte eine Superarmee. Die zweitbeste der Welt (die beste hatten natürlich wir, die Schweizer). Israel kämpfte um seine Existenz. Israel war genau wie wir. Israel war die Schweiz des Nahen Ostens. Man lachte über die Araber, die, um besser flüchten zu können, auch ihre Sandalen zurückließen.

1972-73 wurden viele meiner neuen Freunde, Kommunisten. Wir waren 16-Jahre alt, weg von zuhause und etwas einsam in der «großen» Stadt. Sie erzählten mir, dass Israel ein echtes Schwein war, der zionistische Büttel des aggressiven Imperalisten USA, ein Armeestützpunkt des Klassenfeindes im Nahen Osten. Ich wusste nicht so recht.
Damals waren die Kommunisten mit ihrer Meinung noch in der Minderheit. Diese Minderheit bestand aus meinen Freunden  – und ihren Chefs, die sie Abend für Abend in Marxexegesen drängten. Wenn sie zwischendurch mal einen Joint rauchten, zogen sie nun die doppelte Paranoia auf. Einmal ihrer Chefs und Eltern wegen und zweitens sahen ihre ideologischen Führer die Kifferei nicht besonders gerne.

Heute gibt es keine Schweizerkinder mehr, die Jaffa-Orangen für Israel verkaufen würden. Die Meinung der Kommunisten der 70-iger hat sich mehrheitlich durchgesetzt. Der europäische Antiamerikaner ist auch Antiisraelisch. Folgerichtig, irgendwie.

Israel gilt nicht mehr als die Schweiz des Nahen Ostens. Die Schweizer Armee ist auch nicht mehr die Beste der Welt. Manchmal frage ich mich, ob es sie überhaupt noch gibt, die Armee? Den berühmten Schweizer Wehrwillen? Braucht man nicht mehr, heutzutage.  Bisher war ja der Ami der Garant, dass der Russe hinter der Oder blieb. Aber den brauchen wir auch nicht mehr, den Ami.
Was wir brauchen ist eine ordentliche Internetverbindung und Fahrradhelme für unsere Kinder. Bei der Vorstellung, dass wir tagtäglich Raketenbeschuss ausgesetzt sind, wie die Israelis, kriegen wir eine Wut. Auf Israel. Gäbe es Israel nicht, gäbe es auch keinen Raketenbeschuss. Ohne Schwule, müsste auch Putin keine schwulenfeindliche Gesetze erlassen. Ohne Asylwerber kein Flüchtlingsproblem.
Wer hätte ahnen können, dass es so verdammt einfach ist. Aber da muss man erst mal draufkommen …

Schweiz. Sommer.

Heute, der verirrte Regenwanderer vor meiner Hütte: Ich lud ihn auf einen Tee ein.
Wir saßen draußen auf der Veranda, tranken Tee und sogen den narkotischen Duft der gewaltigen Linde ein und blickten freundlich in das Nebelgespinst, das aus dem Tal die Steilwand hochgeschoben wurde. Dann sagte er: «Ja, der Sommer. Das ist nur noch was für Verrückte. Wie im Fernsehen. Erst siehst du die Leute bei den abartigen Hitzewellen in den Freibädern um einen Kübel Wasser kämpfen, in dem sie stehen können, dann, ein bisschen später, siehst du sie wieder, wie sie mit dem Kübel den Schlamm aus ihren Kellern schöpfen.»

«Stimmt», sagte ich. «Das hat was. Aber wenigstens steht ihnen beim Schlamm schippen, keiner auf den Zehen. Wollen Sie noch einen Tee?»
Er wollte. Dann ging er. Ich sah ihm nach, wie er bei den Schafen stehenblieb und mit ihnen sprach. Diese Schafe! Stehen seit Tagen in dem Dauergeschütt und glotzen einen an, wenn man vorbei geht. Aus meiner Laborzeit weiß ich, dass Wolle zwanzig Prozent ihres Gewichts an Wasser aufnehmen kann, ohne sich feucht anzufühlen. Wie meine Kehle, dachte ich, ging wieder rein und legte ein Buchenscheit nach und hörte weiter dem Rauschen des Regens zu …

Schland,

war das eigentlich nötig? Diese Torgier? Kein Gefühl für Mäßigung, was? Irgendwann hört der Sportsmann doch auf, auf seinen Gegner einzudringen. Seht euch den Kampf Larry Holmes-Muhammad Ali an. Holmes hätte Ali zu Klump hauen können, tat es aber nicht. Aus Respekt. Er wartete darauf, dass der Ringrichter den Kampf abbrach. Das ist guter Stil.

Vielleicht braucht der Fußball auch die Möglichkeit des Spiel-Kampf-abbruchs.

Aber, Schland, du wirst sehen: Holland wird Weltmeister.
Wir kennen dich, Schland, so einen Sieg stehst du nicht durch. Wie heißt es beim Theater: Gelungene Generalprobe, verpatzte Premiere.

Das hast du nun davon, Schland. Tut mir wirklich leid. Ehrlich.

P.S. Blogeintrag vom 6. Juli 2010:

«Aber in dieser Tonart gings weiter. Nachdem Schland, der alte Gierschlund, wieder mal nicht genug bekam und die Katholentruppe der “Gauchos” mit 4 Kohlrabis ins Gemüsekistchen gesegnet hatte, gings zur Lesung.»

Schweiz. Heimat.

Irgendwo bei Paul Nizon las ich, dass Elias Canetti nicht nur in Zürich gewohnt, sondern dass Zürich ihm auch Heimat gewesen war. Aber nicht dem Iren, der ebenfalls auf dem Friedhof Zürich-Fluntern liegt, dem Dichter des Ulysses, dem Trinker Joyce. Keine Heimat in Zürich für James. Nur Wohnen. Arthur Köstler war auch in der City an der Limmat. Fand es ungemein schwierig in Zürich arm zu sein. Und der Lenin auch. Der Hugo Ball und die ganze klasse DaDa-Blase. Ob denen Zürich Heimat war?

War mir meine Heimat, je Heimat, frage ich mich? Und – was soll das denn sein, diese Heimat? (Ich empfehle zur Antwortfindung die gesamte literarische Produktion der Schweiz der letzten 100 Jahre. Eine wirkliche Schweizer-Spezialität, wie das Käse-Uhr-Schokolade-Kuh-Fondue.)

Nizon war die Schweizer Heimat offenbar auch nicht Heimat, oder was? Er verzog sich nach Paris, ins «Gewimmel» der Großstadt. Mais oui. Die Großstadt. Der einzige Ort, wo unsereins angemessen leben kann. Anonym, versteckt und offen, fremd – und heimisch zugleich.

Oder eben. Hier oben. In den Bergen. Anonym, versteckt und offen, fremd – und heimisch zugleich.
Hier, im Haus am Waldesrand (wie im Song «Oh, my Darling» von Ronny!), lese ich Elias Canetti: «Das Buch gegen den Tod».
Nun ja. Ich bewundere Canettis lebenslange Todfeindschaft mit dem Tod. Diesen durch nichts zu erschütternden Durchhaltewillen; unbeirrbar, kompromisslos bis hin zum Opfertod, den er einem Gott anbot, falls nur ein einziger Mensch die Unsterblichkeit erlänge.

Aber ich weiß nicht so recht. Zuviele Aphorismen. Bissi schal, der Stoff. Aber die Fundstücke aus fremden Texten entschädigen. Auch der Index ist hoch interessant. Dort stieß ich u.a. auf «Hemingway».
Bei Hemingway hört sich für Canetti alles auf. Verständlich, denn Hemingway soll gesagt haben: «Einer, der nicht getötet hat, ist kein Mann!»
Und dies bringt Canetti so in Rage, dass seine Anti-Hem-Suada ihn in eine wahre Vernichtungsphantasie stößt: «Mehr als ich sagen kann, ekelt mich die Dummheit eines Hemingway. Ich gönne jedem sein Leben, aber es scheint mir, dass seines besonders überflüssig und schädlich war.»

Bissl gar krass, würde ich sagen, und wehe dem, der dies über den Canetti hätte verlauten lassen. (Nicht, dass dies nicht auch gesagt wurde. Canetti lebte bis in die 40-er in Wien).

Aber, denke ich mir, jemandem dem Zürich nicht nur Wohnort sondern Heimat war, darf man bezüglich Ernest Hemingways nicht zuviel zumuten. Damals nicht, heute nicht, morgen nicht …

Schweiz. Berge.

In den Bergen.
Chinesen. Bramahnen. Stylische Saudis und ihre Frauen im Niqab. Chassidische Juden mit Kippa und ihre Buben mit Schäfenlocken. Junge Chinesen spielen auf ihren Smartphones bunte Spiele, während die Bahn eines der bemerkenswertesten Panoramas ever, wieder einschlürft. Nun ja, wer soll denn da noch kucken?, gibts ja alles auf Video, Plakaten und Werbetrailern. Vielleicht ohne die Schweizer Familie am Wegesrand, die fleißig den Hitlergruß einübt. (Ist ja seit neuestem erlaubt.) Oder zeigen sie nur alle gleichzeitig auf den langen, langen Wasserfall von der Grütschalp?

Dann bin ich unten im Haus, und all das gibt es nicht mehr. Sitze auf der Veranda und puste meinen Atem in die Welt und die Welt pustet zurück. Ich denke an die Schmach, dass ich niemals die Unendlichkeit verstehen werde, die schwarzen Löcher und die Ausdehnung des Weltalls. Scheiße, wa!? Ich könnte jetzt sagen, ich verstehe ja nicht mal eine Chinesin mit Smartphone, aber das wäre zu billig, und billig, mes chers, ist hier gar nichts, was ich inzwischen als angenehm empfinde, denn wo’s teuer ist, ist’s meistens auch ruhig, denn der Lärm ist das Privileg der Jugend und der Billigkeit. Also. Ich beklage mich nicht. Ich singe. Ich habe eine Gitarre und singe «Danny Boy» und «If could read my mind» und «For the good times».

Wenn niemand zuhört, schäme ich mich nicht meiner Stimme, bin entspannt und treffe die Töne ebenso gut wie Harry Dean Stanton, der mir gezeigt hat, wie man singt.

Okay, Freunde. Hier sind die Berge. Ich höre nur das Rauschen des kleinen Brünnibachs. Und das Radio. Jemand liest was aus einem neuen langweiligen Schweizer Roman. Und niemand erklärt dies zur Tautologie. Nicht in den Bergen.

Dann denke ich noch ein wenig an die Walser, die aus dem Wallis über den Alletschgletscher kamen um diese Ecke hier zu besiedeln. Ein Mysterium. Über die Gletscher! Mit ihrem Vieh und den Säuglingen und ihrer Habe. Es ist ein Geheimnis, wie das der Pyramiden und Stonehenge. Nur interessant.
Oder wie die Chinesin mit ihrem Smartphone, auf dem Weg zum ewigen Eis auf dem Jungfraujoch.

Schweiz. Einfahren.

Im Zug von St. Gallen nach Bern. Kurz vor der Abfahrt rappelt es. Zwei Helme tauchen auf der Treppe auf. Darunter sind Jungsköpfe mit etwa 3-jährigen Stimmen die signalisieren, dass in den nächsten Stunden stimmlich keine Pause zu erwarten ist. Mama kommt auch. Auch ihre Stimme braucht keine Pause.
Jungs mit Helmen? Fahrradhelmen? Im Zug? Da ist es wieder. Das Kulturschöckli. Soviel Anklage an die pöse Welt, die nicht unter Muttis Kontrolle ist! Und ich bin ein potentiell gefährlicher Teil davon. Denke ich. Packe meine sieben Zwetschken und trage sie in den nächsten Waggon. Ich weiß. Meine Ohropax sind im Trolley vergraben, da komm ich jetzt nicht ran.

Das Radio erzählt mir, dass die Schweizer Pendler sind. Viele, viele pendeln täglich zu ihrem Arbeitsplatz. Stunden. Staustunden. Enge Zugstunden. Den meisten macht es nichts aus. Sagen sie. Sie leben in Dörfern oder sowas das aussieht wie ein Slum in Rumänien. Denn die Pendler wollen nicht in den Städten leben. Oder dort wo sie ihre Jobs haben. Mir wurde nicht ganz klar, warum. Aber darum sieht dieses Land auch so aus, wie es aussieht. Sie verlassen ihre rumänischen Dörfer im Morgengrauen und betreten sie nächtens wieder. Ihnen ist es egal, was da sonst noch abgeht. Hauptsache es herrscht Ruhe. Und die Kinder sehen etwas grünes.

Die Innenstädte sind Wochenendbordelle. Die jungen Pendler verlassen die Leere ihrer Wohnorte und fallen in die nächst liegenden Städte ein.  Dort schaffen sie sich alles vom Hals. Sauf. Gröl. Knall. Frust – Koma. Auch darum mag niemand in den Innenstädten leben. St. Gallen z. B., hört sich am Wochenende an wie die Reeperbahn in Hamburg. Ab Freitag 18 Uhr beginnt es. Mit diesem Geräusch. Das Platzen von Glas. Es hört irgendwann in den Morgenstunden wieder auf. Dann ist Sonntag, und die Innenstadt liegt ermattet da. Wie nach einem Gangbang. Jetzt nur noch schlafen und viel, viel Vaseline.
Bis zum nächsten Wochenende.
Sonst ist nichts. Goa nix.

Schweiz. Ankommen.

Der Zug hält. Die Türe des Railjet 160 (Wien-Zürich) geht auf. Es ist Buchs. Ich steh oben auf der Treppe. Krass Gepäck. Vor der Türe steht auch jemand. Mann, Frau. So um die Siebzig. Feineres Tuch. Nicht ganz fein, aber so fein, dass man annehmen darf, dass sie etwa eine halbe Mille auf der Kante und ihren Kindern ein Haus gekauft haben. Da stehen sie. Sehen zu mir hoch. Ich warte noch ein wenig, um ihnen Zeit zu geben, den Weg freizumachen. Nichts geschieht. Sie bleiben unbeweglich, mit großen Augen, vor der Tür stehen. Es kommt ihnen nicht in den Sinn, dass sie mir den Weg versperren. Denn sie haben noch nie im Leben, jemandem den Weg versperrt. Sie sind Schweizer. Schweizer tun sowas nicht. Sie tun es nicht mal dann, wenn sie es tun.
Aber vielleicht sind sie auf Drogen. Was weiß man denn schon von Schweizern? Sediert. Kastriert. Frisch operiert. Unterminiert. Borniert.
Wie auch immer. Sie gehen nicht weg.

Ich entschließe mich zur Unhöflichkeit. Ich bin ungern unhöflich. Das sind die vitalen Reste einer christlichen Erziehung. Aber jetzt überwinde ich mich. Gebe mir einen Ruck. Nehme die Treppe, und schiebe sie mit dem großen schweren Trolley einfach beiseite. Gehe weiter. Ohne mich umzusehen. Kein Wort von ihnen. Ich spüre, wie ihr stilles, sorgenvolles Unverständnis an meinen Rücken brandet wie Wellen und wie die Gischt ihrer Empörung meinen Gang umwölkt.

Das nächste ist die Frau am Fahrkartenschalter. Sie hat ein Handy. Wir hören es alle. Sie bespricht live mit einer Angehörigen die Reise, die sie ihr spendieren will. Maturareise, oder so. Wohin willst du? Wann willst du fahren? 1. oder 2. Klasse? Vorwärts oder rückwärts sitzen? Großraumwagen oder Abteil? Und so weiter.
Wir stehen in der Schlange. Warten. Die Frau weiß nicht, dass es außer ihr und ihrer Nichte, noch andere Menschen auf dem Planeten gibt. Es ist ihr wurscht. Sie hat ein Handy. Dsa berechtigt sie zu all dem.

Dann sitze ich im Bus von Altstätten nach Heerbrugg. Diese Gegend muss man gesehen haben! Es regnet. Die Vorstellung, was man in einer solchen Gegend tun kann, bringt einen der restlosen Verzweiflung nahe. Es regnet. Wir fahren an einer Kirmes vorbei. Der Regen saftet von den Planen der Stände und plätschert auf die Regenschirme.

Das Mittelland der Schweiz erinnerte Andrzej Stasiuk, so schrieb er in seinem Buch «Dojcland»,  an Rumänien. Dieses Formlose, Hässliche, Stillose. Und dann die Enge, in der diese Hässlichkeit stattfindet. Er hat recht. Ich weiß genau, was er meint. Was bleibt einem da übrig? Arbeiten, ja.
Sonst nix. Goa nix.