Das Embolo-Neymar-Syndrom

Der Stürmer der CH-Nati, Embolo, machte den Neymar.
Das ist interessant. Eine „Schwalbe“ hinlegen, und sich danach Neymar-mäßig am Boden zu wälzen, als hätt ihn eine Russen-Drohne niedergestreckt, das lässt einige Schlüsse zu.
Entweder war der Gelb-belastete Spieler schlicht dämlich, vom Gegner gekauft, oder er verhielt sich einfach so, wie wir uns oft auch verhalten, wenn wir noch nicht vollumfänglich in der Jetzt-Zeit angekommen sind, und noch so tun, als wären wir alleweil unbeobachtet, wie zu Großmutters Zeiten. Eine Art Atavismus, könnte man sagen, in den wir vefallen.

Es war bereits vor Jahren absurd, als wir Neymar alle zwei Minuten, den auf dem Rasen herumrollenden Schmerzensmann der Brasilianer verachten mussten, der einfach nicht checken wollte, dass die ganze Welt in der Slomo seines Theaters ansichtig wurde. Hörte er damit auf? Nebbich.

Ich weiß nicht, ob es was bringen würde, wenn man den Spielern noch mal von vorne erklären würde, dass all die „Figinen“ sofort dem Videobeweis anheim fallen. Und Schwalben zeitigen nun mal „Gelb“, und wenn man schon Gelb hat, wird daraus rot.

Ich gehe davon aus, dass Embolo darum weiß. Warum also macht er es dann doch?
War er müde, und wollte nach Hause? Eher nicht. Schätze ich mal.

Ein Aussetzer? Seien wir fair. Shit happens.