Da mein Blog ja mehrheitlich eine Art Chronik darstellt, ein Archiv, und ich hin und wieder mal etwas nachschlage, wenn ich über ein Datum, eine Begebenheit usw. Sicherheit brauche, suche in ihm herum. Meist mit Ergebnis. Neulich suchte ich den Todestag meines Vaters, und fand einen Bericht über seine Beerdigung.
Vielleicht ist es keine gute Idee eine solche Chronik, Archiv zur Verfügung zu haben, denn möglicherweise verleitet es mich, mir nichts mehr zu merken. Schreib einfach was in den Blog, und vergess es dann.
Heute soll es um die Hitzewelle gehen.
15 Tage und Nächte. Täglich, ohne jede Ausnahme mindestens 31-40 Grad. Alles Tropennächte. In der Wohnung gab es am Morgen Temperaturen von 26-28 Grad. Ganz kurz. Der Rest des Tages und des Abends gabs 31-32 Grad. All day.
Muss ich sagen, dass wir keine Klimaanlage haben?
Da dies eigentlich in dieser Stadt der Sommernormalzustand ist: Hitzewellen noch und nöcher, seit Jahren, mit Unterbrüchen seit 2003, tut man gut daran zu lernen, wie man damit umgeht, damit man nicht irgendwann durchdreht und das lärmende Bauschloch vor dem Fenster mit der Armbrust anschießt.
Und da ich bislang noch kein Bauschloch gekillt habe, ist davon auszugehen, dass ich gut gelernt habe, und meinen Shit bei mir behalten kann. Beinahe stoisch, aber ausgerüstet mit Ventilatoren, Dusche und Wissen über die Vermeidung der gröbsten Fehler.
Ab heute ist die Welle durch. Es hat zwanzig+ Grade, es geht ein nerviger, stürmischer Wind, und ich mach mir keine Illusionen.
Nach der Hitzewelle ist vor der Hitzewelle.
Früher gab es einen Sommer, heute gibt es etwas, dass diesen Namen nicht verdient.
Stehen wir das elende Ding durch!
