Es heißt doch: Survival of the fittest. Oder: Nur die Starken kommen durch.
Aber, denke ich immer öfter, dass dies einer Korrektur bedarf, da wir uns Richtung Ochlokratie bewegen. Oder schon mitten drin sind, ohne es noch wirklich bemerkt zu haben.
Es heißt nun: Nur die Abgestumpften kommen durch.
Survival of the jaded ones .
Das ist das, was ich zur Zeit so sehe. Aber vielleicht brauche ich auch nur eine neue Brille, und ein paar Wochen Aufenthalt in den Bergen.
Wer weiß das schon so genau …
Das Sprüchemuseum (149)
«Keine Bühne für mutmaßliche Täter“.
Eine dazugehörige Petitionwurde bisher von mehr als 17.000 Menschen unterzeichnet.
Eine Meldung zu den bevorstehenden 2 Rammstein Konzerten in Wien.
Wir sagen: Warum so zaghaft? Warum nicht auch „Keine Bühne für mögliche Täter“.
Und warum nicht einen Boykott für alle Musiker, Stars und Filmleute die jemals im Gefängnis waren, da sie mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind.
Ist doch eine ausbaufähige Idee. Oder nicht?
«Keine Bühne für verurteilte Täter.»
Hier ein paar Tipps für die nächsten Petititionen:
Mark Wahlberg, Robert Downey Jr., Tommy Lee, Lindsay Lohan, Martha Stewart , Mickey Rourke, Prince, Quentin Tarantino, Günther Kaufmann, Johnny Cash, Merle Haggard, Cher, Lindsay Lohan, Anne Nicole Smith, Mike Tyson, Frank Sinatra, Hugh Grant, Winona Ryder, Zsa Zsa Gabor, Johnny Depp, Jane Fonda und … und … und
Nur um keine Missverstänisse aufkommen zu lassen: Ich finde das Verhalten „Harvey“ Rammstein ekelhaft. Ebenso die Band, und die Fans dieser Band – auch ein bisschen.
Aber immer gleich alles verbieten?
Nein.
„Untermenschen»
„… und plötzlich liegt einem das böse Wort „Untermensch“ auf der Zunge; das ist er, so sieht er aus, er ist keine Erfindung der Nazis gewesen, es gibt ihn wirklich: roh, ungeschlacht, laut, unartikuliert, disproportioniert, Fleischmasse, aber nicht gut mütig in sich ruhend, sondern bedrohlich lauernd und gefährlich, rücksichtsloses Benehmen …“
Das schrieb Wolfgang Pohrt in einem Brief an Christoph Wackernagel über eine „Horde jüngerer Deutscher“ die in Straßburg in den Zug einstiegen.
Ich war überzeugt, dass er die Bauschlöcher meint, die seit fast 4 Jahren unter meinem Fenster herumlärmen und mein Leben vergällen.
Passen tut’s in jedem Fall.
„Standard“ sanktioniert Schweigen.

„Standard» für Vorverurteilungen?

Ist Sex beim „Standard“ verboten?

Ich bin ein 42er

Die Eltern sind’s

Ich. Cringe.
Da schrieb ich doch bei „St. Gallen. Cringe.“ über die namentlich nicht genannte, aber gemeinte Punkband „Knöppel“ : «Auch Punk muss anständig sein. Und darf keine dummen Texte und schlechte Riffs haben.“
Das war natürlich ironisch gemeint, aber das mit den „dummen Texten und den schlechten Riffs“ nicht.
Und das ist peinlich. Cringe. Denn ich urteilte über die Texte und die Riffs anhand von zwei drei Song-Zeilen, die man mir (und allen anderen) im Radio vorgeigte.
Aber ich wurde, dank eines Freundes und Kollegen, eines besseren belehrt. Wobei belehrt, der falsche Ausdruck ist. Er spielte mir einfach ein paar Songs vor.
Ja. Das war wild und brutal, das war anarchisch und obszön, roh und zuschlagend, sich nicht um die Meinung anderer kümmernd. Es war genau das, was man „Punk“ nennt. Und außerdem waren die Songs auch noch ziemlich komisch.
Ich lag falsch. Cringe.
Nun ja. St. Gallen bleibt St. Gallen. Und das ist durchaus als Drohung zu verstehen.
Und ich bin der Meinung, dass jene sogenannten weiblichen „Punkfans“ die sich bei richtigem Punk „unwohl fühlen“, sich doch einfach an den „Heintje-Wohlfühl-Nachhaltigkeits-Vegan-Punk“ halten sollten. Den gibt es ja auch …
In diesem Sinne: Knöppel aus dem Sack!
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