
Ja, genau so!


Im Sprung. Blog.

Fernsehkrimis, Landkrimis, Stadtkrimis, Bezirkskrimis, Bergkrimis, Waldkrimis, Theaterkrimis, Alpenkrimis, Flusskrimis, Arschlochkrimis, Fut-und Beidlkrimis, Genderkrimis, Krimikrimis, Krimi-im-Filmkrimis, Vater und Mutter-Krimis, Dorfkrimis, religiöse Krimis, satanische Krimis und so weiter und so fort.
Wann hört das endlich auf? Wann wird der Verschwendung meiner Gebühren Einhalt geboten, und auf diese absolut geisttötenden, unendlich langweiligen, und von Schauspieler darstellenden Statisten verbrochenen allabendlichen Hühnermist verzichtet?
Wann? Quando? Wann?
Wann genau wir die Szene das erste mal erblickt haben könnten, ist nicht überliefert. Oder besser: ich habs nicht rausgekriegt (hab mir aber auch keine Mühe gegeben).
Schätze mal, dass ein Drehbuchautor die Idee hatte. Auf der Suche nach einem Ort in einem Büro, einer Spitals-oder Cops-Lobby, an dem Dialoge die Handlung vorwärtsbringen konnten, und wo der Ort selbst, eine gewisse Dramatik enfalten konnte.
Der Getränkeautomat!
Man trifft sich vor dem Ding, eher zufällig. Und da es langweilig ist, jemandem zuzusehen wie er eine Münze in den Schlitz steckt, einen Knopf drückt und dann eine Coke nach unten rauscht, und man das Ding auch noch zur Charakterisierung der Akteure benutzen konnte, durfte der Automat nicht einfach funktionieren.
Die Folge: der Automat wird mit Tritten, Faustschlägen usw. traktiert. Oder der Sanfte, Findige, Coole taucht auf um ihm die Wange tätschelnd die Coke zu entlocken.
Gute Idee.
Nur.
Wenn – seit Jahrzehnten – ein Automat ins Bild kommt, weiß man was als nächstes geschieht. Immer dasselbe. Das Ding funktioniert nicht. Es schient in der ganzen fuckin’ Filmwelt keinen einzigen heilen Automaten zu geben.
Das nervt.
„Du hast keine Chance, aber nutze sie“, das konnte man Anfang der 80-er, während der Jugendunruhen, überall hören und lesen, und kaum jemand wusste, wer der Urheber dieses Spruchs war. Ja, ER war es.
Gegen Ende der 80-er zeigten wir im Kinok (St. Gallen) seinen Film „Das Gespenst“. Die Sehwilligen mussten sich durch einen dichten Riegel bigotter Beleidigter durchschieben, denen er mit dem Film das Privileg eines verletzten religiösen Gefühlchens verschafft hatte.
Nun ja, von Erbärmlichen ist kein Humor zu erwarten, dabei hatte Achternbusch die definitiv lustigste Szene eines deutschen Films geschrieben und gedreht: Jesus, der auf den Wasser geht, und sich beklagt, dass er einfach nicht eintauchen kann.
Danke für jenes, und danke für dies.
Eine lachhafte und auch nervende und immer wiederkehrende Szene ist jene, in der ein übertölpeter Bewaffneter aufgefordert wird die Waffe fallen zu lassen oder wegzuwerfen.
Das tut er dann meistens auch. Er wirft sie weg. Lässt sie zu Boden fallen.
Wer jemals eine geladene und entsicherte Pistole, einen Revolver in der Hand gehalten hat, würde das Ding niemals einfach zu Boden fallen lassen. Wer weiß was geschehen wird.
Waffen sind teuer, sind genau gearbeitete Werkstücke, die Schaden nehmen, wenn man sie einfach auf den Beton knallt.
Es ist einfach nur lächerlich und nervig, wenn die Heroes und die Cons ihre geliebten Werkzeuge einfach achtlos, als wärs Kaugummipapier, zu Boden fallen lassen.
In neueren Filmen sind schon Ansätze zur richtigen Waffenbehandlung zu sehen. Man bückt sich, und legt die Pistole sachte auf den Boden. Ja. So macht man das …
Wieder einmal sehe ich mir diese fuckin‘ gute Westernserie „Deadwood“ an, und gestern war der Part dran, in dem Wild Bill Hickock erschossen wurde. Tarurig. Denn Wild war ein guter Kerl, ehrlich zu sich selber, hilfsbereit, und er hatte einen untrüglichen Sinn für Leute die Böses im Sinn haben.
Und dann kam’s: Wild tat eigentlich nichts anderes als Poker spielen, Whiskey trinken und den Mitmenschen helfen, was ihm aber die Todfeindschaft von einigen üblen Zeitgenossen eingetragen hat, und trotzdem setzte er sich mit dem Rücken zur Tür, was ihm dann auch eine Kugel in den Hinterkopf eintrug.
Mit dem Rücken zur Tür?! Hell, habt ihr sie noch alle? Niemals, nimmer, nicht in den dreitausend Jahren würde sich Wild unter diesen und anderen Umständen, mit dem Rücken zur Tür setzen. Nie, nie.
Was war los mit euch, ihr irreguten Scenewriters? Habt ihr vor dem Schreiben mit Wild und Calamity Jane gesoffen und dann noch vor dem Duschen und horribel verkatert, so einen Scheiß hingepfuscht?
Schande über euch!
Euer enttäuschter Fan
A.N.
Keine Ansprache zum neuen Jahr (2022), keine Lust auf Covid-19-endless-talks, keine Idee zur Rettung der Menschheit, keine Meinung zu den meisten Meinungen die meinen ihre Meinung werde unterdrückt, aber … viele Filme gesehen. Schon immer. Schon vor 30 Jahren. Und jetzt noch mehr.
Filmszenen die nerven. Nr. 1
Typen die Holzhacken, respektive Scheite spalten. Nervt. Warum? Weil sie alle so tun, als Könnten sie’s. Aber sie könnens nicht, haben keine Ahnung auf was es ankommt. Da haben die ein Scheit, astlos, trocken, unterarm groß. Und was machen die Luschen? Sie holen aus und lassen die Axt niedersausen als müssten sie einen Stier fällen. Dabei würde das Scheitchen schon auseinanderfallen, wenns mans mal böse anguckt.
Natürlcih sprizten die Teile durch die Gegend wie nach einer Explosion.
Gutes Holzspalten geht anders. Der beste Spalt ist, wenn nur soviel Power aufgewendet wird, dass die zwei Scheitteile noch auf dem Hackklotz stehen bleiben und man sich nicht nach ihnen bücken muss, um sie aufzuheben.
Also, macht es das nächste Mal richtig, ihr buchschreibenden Komödianten!
Das neue Jahr naht
Es sei mir hoch willkommen
Hab ich denn die Wahl
«Ein Mensch ist gestorben. Er hatte zwei Kinder.
Auch wenn er mit seinen Aussagen viel Schaden angerichtet hat und mit der Impfung vermutlich überlebt hätte, ist das kein Anlass für Schadenfreude oder Spott.»
Posting zum Tod des belgischen Kickboxers und Coronaleugners Sinistra.
Wir sagen: Das ist so pietätvoll wie es falsch ist. „Kein Anlass für Schadenfreude?“ Doch es ist ein Anlass. Denn Schadenfreude ist dem Schaden anderer geschuldet. Sonst wärs nur Freude.
Man darf hier auch Dr. Anna-Rea Andemeise zitieren: «Jeder Impfverweigerer der an der Covid-Infektion stirbt, macht die Welt ein kleines Stück klüger.“
Ich bin glücklich Ihnen mitteilen zu dürfen, dass der Filmemacher, Schriftsteller, Exilant, Lebensphilosph und Wiener Jude Georg Stefan Troller, heute seinen 100. Geburtstag feiert!
Wie die Spanier bei Geburtstagen „Cien Anos!“ zu wünschen, macht bei ihm keinen Sinn mehr. Dann halt: Doscientos Anos!»
Ich bin seit vielen Jahren (Jahrzehnten) sein Fan. Und ich habe eigentlich nie bessere Personenporträts auf Celloid gesehen, als seine „Personenbeschreibungen“. Um nur einige der Porträtierten zu nennen: Peter Handke, Edith Piaf, Charles Bukowski, Russ Meyer, Robert Schindel, den gelähmten Vietnam-Veteranen Ron Kovic, ein irischer Dichter in Bürgerkriegsbelfast, Rodeoreiter, Muhammad Ali, Simone Weil.
Ich kann nicht genug dankend auf die Knie sinken, dass das österreichische Filmarchiv in den nächsten Tagen, einige seiner „Personenbeschreibungen“ online sichtbar macht. Merci, merci.
Hier der Link. (Macht guck. Ihr werdet es nicht bereuen.)