Heute, so war zu erfahren, musste der Fernsehkoch Alfons Schubeck seine mehrjährige Gefängnisstrafe antreten. Und in den letzten Tagen wurde in Deutschland ein Gesetz beschlossen, dass jeder und jedin und jedes und jedio sein ihr üs ems Geschlecht selbst bestimmen kann. Jährlich allerdings nur einmal.
Vielleicht wär’s dem Schubeck zupass gekommen, wenn er noch schnell einen Sexchange hätte eintragen können, um dann als Phonia Schubeck in den Frauenknast einzufahren?
Ich, an seiner Stelle, hätt’s gemacht. Nur um rauszufinden, ob das birnenweiche Gesetz tatsächlich so funktioniert. Hätte ja nur das S bei meinem Vornamen weglassen müssen, um es nach einem Jahr wieder anzusetzen.
Schätze mal, im Kreml kringeln sich die harten Burschen über den erneuten Streich von „Gayrope“.
Gibt es eigentlich schon eine Transarmee?
Nein. Der Weg ist nicht das Ziel.
In Wengen (1200m) hat es 28 Grad, und die Nullgradgrenze ist bei über 5000 Meter. Nie dagewesen. Zumindest nicht gemessen. Ein schüchterner Wind streichelt die Blätter der Hauslinde, ich sehe ihm vom Wohnzimmer aus zu, wo ich sitze und jetzt gerade tippe, aber sonst nicht viel tue, außer ein wenig an die Gedächtnisveranstaltung eines toten Freundes denken, wo alles sich einfand, Friends and Feinds, und alle sich das letzte Mal vor vierzig Jahren gesehen haben. Oder fast.
Und es war nichts als die Beweisführung, dass es keine Zeit gibt. Alles ist jetzt. Jemand sagte: Es gibt keine Probleme, weil es keine Lösungen gibt.
Das ist ziemlich sicher nicht falsch.
Jedenfalls waren alle alt und überaus lebendig, trinkfreudig wie eh, und niemand musste um sieben nach Hause gehen. Klar, es war heiß, und klar wurde auch, dass die Zeit doch einiges tut, und alte Freundesfeindschaften einfach ungeschehen macht. Man sieht sich wieder in die Augen. Das ist es, was geschieht. Und man wird gewahr, dass Dinge einfach geschehen. Wer weiß warum?
Und dann doch die Erkenntnis, dass nicht alles in der Erinnerung richtig gespeichert wurde. Wenn überhaupt. Aber was soll’s? Was zählt ist in diesem Fall, das gute Gefühl, Leute wieder getroffen zu haben, mit denen man ein Stück des Weges ging. Und der Weg, Friends and Feinds, ist nicht das Ziel! So billig gebe ich die Philosophie nicht her. Da muss noch was drauf gepackt werden, auf die Waagschale.
Und dies wäre mein Arbeitsplatz, wenn nicht die Sonne ihn mir gerade vergällen würd:

Der Cannabis-Bullshit
Ein heller, kämpferischer und erfahrener Kopf, nämlich der von Werner Kieser, stellte einmal fest, dass es 25 Jahre dauere, bis eine als falsch erkannte und deswegen geänderte angebliche Tatsache, von der Gesellschaft angenommen werde. Ein viertel Jahrhundert, my dears.
Er konnte ein Lied davon singen. Als er damals in den 80ern bei Rückenproblemen Krafttraining empfahl, wollten ihn ein Verband von Orthopäden und Physiotherapeuten immer wieder mal vierteilen. Heute gibt es kein Krankenhaus mehr ohne Kraftkammer, und die operierten Patienten werden aus den Betten an die Geräte gescheucht.
Nun will man in Deutschland das Kiffen legalisieren, vor allem mit dem ewig gleichen, dummen Argument, dass dadurch der illegale Handel eingedämmt werde.
Wer sich in USA und Kanada umtut, wo Cannabis teilweise legal ist, wird sogleich sehen, dass durch die Legalisierung der illegale Handel einen Kick erhält. Darum sind die Dealer, Schieber und die Kartelle durchwegs für die Legalisierung. Denn der legale Stoff ist teuer wie Sau, und welcher Politiker würde es noch wagen, in einem Staat in dem Cannabis legal ist, einen Cannabis-Dealer in den Knast zu stecken?
Freuen wir uns also die nächsten 25 Jahre an dieser Dummheit von Politikern und Kifferaktivisten. Wir haben ja sonst keine Probleme …
Das Sprüchemuseum (151)
«Schießerei zwischen Kadyrow-Truppen und russischen Soldaten nahe Mariupol.“
Der Standard
Wir sagen: Soll noch jemand behaupten, es gäbe keine guten Nachrichten mehr.
Weiter so!
KLaus Bittermann über Walser
«Mit Walser stirbt eine kleinbürgerliche Angestelltenliteratur, die in wenigen Jahren nicht mal mehr das Interesse der Literaturwissenschaft erregen wird.“
Das wollen wir doch hoffen!
https://jungle.world/artikel/2023/31/der-sarrazin-der-literatur
Mein Leben auf der Baustelle ist irre witzig
Binnen einer Woche wurde vom Nachbarhaus das Baugerüst entfernt, abgebaut von dieser Behindertentruppe, die vorgibt eine Baucrew zu sein. Das Gerüst stand 3 Jahre an der Fassade. Niemand weiß warum. Naturgegeben Geschepper, Gelärme, Tschuschengebrüll, Kling-klang-Klong, Staub, Müll, versperrter Gehweg und Kellereingang. Bau.
Gestern wurde dann das zerlegte Gerüst abgeholt, auf einen LKW verladen. Dann, gegen 17 Uhr, war auch der LKW weg. Traumhafter Frieden und Wengensche Ruhe. Genau 12 Minuten lang. Dann Hammerschläge, stemmen, das Treppenhaus brüllt. Nicht von oben diesmal, sondern von unten.
Heute, all day long Elektrohammer. Die unterste Wohnung wurde verkauft und gekauft, und jetzt ist Renovation. Die nächsten Monate. Elektrohammer 8/5/30.
Ist das nicht irre witzig?
Da vero?

Abstieg in die Regionalliga
Wer jetzt so ein bisschen in die deutschsprachigen Feuilletons guckt, dem wird schmerzhaft bewusst, dass gerade der größte Schriftsteller dieser Welt diese Welt verlassen hat. Ein Mann, der mit 96 Jahren starb, löste überall, laut „Spiegel“, große Betroffenheit aus. So unerwartet kam offenbar sein Hinscheiden. Und jetzt ist es Essig mit der deutschsprachigen Literatur. Das wurde auch sofort allen in allen Redaktionen klar.
Das ist der endgültige Abstieg in die literarische Regionalliga. Wenn überhaupt.
Martin Walser ist tot.
Wir haben nicht mehr weit …
Das Sprüchemuseum (150)
Männer sollen ruhig spüren, wie es ist, ständig nur «mitgemeint» zu sein
Justizministerin Alma Zadić legt ein Gesetz in rein weiblicher Form vor.
Wir sagen: Großartige Idee. Glückwunsch zu einer kreativen Lösung, dieses krampfigen Gegenderes. Wir unterstützen dies auf jeden Fall. Haben kein Problem damit, mit der weiblichen Form mitgemeint zu sein. Möge jedes der 67 Geschlechter ihre eigene Form finden.
So werden auch wir auf alle Sternchen und Binne- Is, und Gaps verzichten. Es sind alle mitgemeint, die mitgemeint werden möchten.
Cool, Frau Zadic. Tolle Lösung!
P.S. Vielleicht täuscht sich Frau Zadic aber auch in der erhofften Wirkung auf die Männer. So wie der junge Muslim, der als Reaktion auf die Koranverbrennung androhte Bibel und Tanach abfackeln zu wollen. Er weiß nicht, dass man Bibeln und Tanach im Buchhandel erwerben kann, und dass die Aktion den allermeisten Christen und Juden am Glutäus maximus vorbeigeht.
Könnte ja sein …
Korrekturen
Es heißt doch: Survival of the fittest. Oder: Nur die Starken kommen durch.
Aber, denke ich immer öfter, dass dies einer Korrektur bedarf, da wir uns Richtung Ochlokratie bewegen. Oder schon mitten drin sind, ohne es noch wirklich bemerkt zu haben.
Es heißt nun: Nur die Abgestumpften kommen durch.
Survival of the jaded ones .
Das ist das, was ich zur Zeit so sehe. Aber vielleicht brauche ich auch nur eine neue Brille, und ein paar Wochen Aufenthalt in den Bergen.
Wer weiß das schon so genau …
