Story of Isaac

„…. You who build these altars now
To sacrifice these children
You must not do it anymore
A scheme is not a vision
And you never have been tempted
By a demon or a God….»

Heute vor zehn Jahren starb Leonard Cohen, und ich hatte mir vorgenommen wie seine LP „Songs fro a Room“, damals 1968 oder 69 mein Leben verändert hatte, so wie es sein Leben veränder hatte, als er in etwa demselben Alter (oder jünger, denn Cohen war ein Wunderkind) als er ein Buch von Byron in die finger bekam, so verändert, dass nichts mehr war wie zuvor.

Und auch darüber, wie mir, als streng geführten Katholiken, seine Sicht auf die Geschichte mit Abraham und Isaak (die wir ja alle kennen), die Augen geöffnet hat, und dass das was ich darüber immer wieder erzählt und interpretiert bekommen habe, dass dieser Abraham ein guter Mann war, da er seinen Gott so liebte, dass er dafür seinen Sohn schlachten würde, als wäre Abraham ein Islamist, Bullshit war, und Cohen dazu einfach sagte -„a scheme is not a vision and you never have been tempted by demon or a God“.

Und auch über den Rest des Songs wollte ich schreiben, und wie es war mit 12 oder 13 Jahren diesen Mann singen zu hören, herauszuhören aus all den BeatlesStonesTenYearsaterDeepPurpelLedZeppelinSweetKInks-Platten, ja genau, darüber wollte ich schreiben, und dass es 10 Jahre her ist, dass er diese Welt verlassen hat, dieser Mann, der mir sogar das Gitarrespielen beigebracht hat, und in mir den Wunsch geweckt hat nicht nur Jack London zu sein, sondern irgendwie auch Leonard Cohen.

Darüber wollte ich schreiben, an seinem zehnten Todestag, aber wie so oft war das, was ich dann schrieb, einfach nicht gut genug.

Er kannte das auch, dieser Mann …